Ausstellung 16.10.21 bis 23.01.22

Bucerius Kunst Forum

Nolde und der Norden

Hamburg, Bucerius Kunst Forum: Emil Nolde reiste 1900 nach Kopenhagen, mietete sich dort ein Atelier und widmete sich dem Studium der dänischen Malerei. Die Ausstellung untersucht erstmals Emil Noldes Frühwerk im Spiegel der nordischen Kunst. Bis 23.1.22

Emil Nolde zählt zu den bekanntesten und auf Grund seiner späteren nationalsozialistischen Überzeugung umstrittensten Künstlern der Klassischen Moderne.

Die Ausstellung untersucht erstmals sein Frühwerk im Spiegel der nordischen Kunst. Rund 80 größtenteils zwischen 1900 und 1902 entstandene Werke Noldes werden den Gemälden von nordischen Künstlern dieser Zeit wie Georg Nicolai Achen, Anna Ancher, Michael Ancher, Vilhelm Hammershøi, Peter Ilsted, Peder Severin Krøyer, Ejnar Nielsen und Laurits Andersen Ring gegenübergestellt.

1900 besuchte Nolde die Weltausstellung in Paris und war zutiefst beeindruckt von der dort gezeigten Kunst Skandinaviens. Noch im selben Jahr entschloss er sich nach Kopenhagen zu reisen, mietete sich dort ein Atelier und widmete sich dem Studium der dänischen Malerei. Die motivischen und stilistischen Eigenheiten der nordischen Künstler inspirierten ihn außerordentlich und führten zu eigenen ungewöhnlichen Kompositionen.

Ein wichtiges Sujet dieser Zeit stellt die Welt des Fantastischen dar, die Nolde aus literarisch und mündlich überlieferten Sagen des Nordens schöpfte. Auch in der Darstellung von Interieurszenen und stimmungsvollen Landschaftsgemälden sind die skandinavischen Vorbilder zu spüren.

So trug Noldes Zeit in Dänemark maßgeblich zur Entwicklung seiner Kunst bei.

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