Ausstellung 11.07.20 bis 07.02.21

Hessisches Landesmuseum

25 Jahre UNESCO-Weltnaturerbe

Darmstadt, Hessisches Landesmuseum: Die Aufnahme der Fossilienlagerstätte Grube Messel bei Darmstadt, die einen einzigartigen Aufschluss über die frühe Evolution der Säugetiere erlaubt, wurde 1995 als erstes deutsches Naturdenkmal in die UNESCO-Liste des Welterbes aufgenommen. Bis 7.2.21

Die Messel-Sammlung des Hessischen Landesmuseums Darmstadt, seit 1874 eines der Aushängeschilder und ein besonderes Kulturgut des Landes Hessen, ist die älteste und zugleich eine der bedeutendsten Sammlungen von Messel-Fossilien, die aus etwa 48 Millionen Jahre alten Ölschiefern geborgen wurden. Zudem wurde die Fossilienlagerstätte Grube Messel bei Darmstadt 1995 als erstes deutsches Naturdenkmal in die UNESCO-Liste des Welterbes aufgenommen, da sie einen einzigartigen Aufschluss über die frühe Evolution der Säugetiere erlaubt. Diese Auszeichnung der Grube Messel jährt sich 2020 zum 25. Mal.

Das Museum nimmt das zum Anlass, im Jubiläumsjahr einen Fokus auf die wohl prominentesten Beispiele, nämlich die Urpferdchen, zu werfen, von denen bislang über 70 ausgegraben werden konnten. Darunter befinden sich mehr als 30 vollständige Skelette und sogar Fohlen und trächtige Stuten. Das ist einzigartig!

Die Fülle mag den Eindruck vermitteln, dass derartige Funde häufig und daher nichts Besonderes sind. Doch dass bei den Grabungen in 2015 und 2016 gleich zwei komplette Urpferde nach nahezu 30 Jahren Messel-Grabungen des Hessischen Landesmuseums Darmstadt zu Tage kamen, ist spektakulär, zumal der Fund aus dem Jahr 2015 einer Propalaeotherium-Art angehört, die bislang aus Messel noch nie mit kompletten Exemplaren belegt war.

Mit dem neuen Fund erfährt unsere Kenntnis der Art Propalaeotherium voigti eine erhebliche Erweiterung, was auch den neuen bildgebenden Verfahren und computertomographische Untersuchungen zu verdanken ist. Sie machen es möglich, das spektakuläre Fossil im Jubiläumsjahr den Besuchern nicht nur in einer digitalen, sondern auch in einer realitätsnahen Rekonstruktion zeigen zu können.

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