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29.4.2024
Mockup Bauhaus und NS zu „Abgehängt – Beschlagnahmt – Angepasst 1930/1937”, DE-99423 Weimar
Mock-up der Ausstellung im Bauhaus-Museum Weimar
© büroberlin Architektur und Ausstellungsgestaltung

Ausstellung 09.05. bis 15.09.24

Abgehängt – Beschlagnahmt – Angepasst 1930/1937

Bauhaus und Nationalsozialismus – eine Ausstellung in drei Teilen

Bauhaus-Museum

Stéphane-Hessel-Platz 1
DE-99423 Weimar
Ganzjährig:
Mo, Mi-So 9.30-18 Uhr

Die erste Schau zum Thema „Bauhaus und Nationalsozialismus” verdeutlicht die vielfältigen Wege, die Künstler im Umgang mit einem totalitären Herrschaftssystem eingeschlagen haben.

Als Jahresausstellung der Klassik Stiftung Weimar setzt sie sich erstmals öffentlich mit diesem Thema auseinander und zeigt an drei Orten in Weimar Schau rund 450 Kunst- und Designobjekte aus Privatsammlungen und renommierten Museen in Europa und den USA. Die Werke verdeutlichen die komplexe politische Geschichte des Bauhauses bis zu seiner Schließung 1933 und zeigen die äußerst unterschiedlichen Lebenswege der Bauhäusler im Nationalsozialismus.

Im Museum Neues Weimar werden die künstlerischen und politischen Konflikte beleuchtet, die bereits mit der Gründung der Kunstinstitution in Weimar begannen und sich in Dessau und Berlin unvermindert fortsetzten.

Im Bauhaus Museum geht es um die Beschlagnahme der „entarteten Kunst” 1937 und um ihre Vorläuferaktion in Weimar: bereits 1930 mussten über 70 Werke von Künstlern wie Lyonel Feininger und Paul Klee aus dem Schlossmuseum entfernt werden. Über 450 Werke wurden 1937 beschlagnahmt – ein bis heute spürbarer kultureller Verlust in den Sammlungen.

Der Hauptteil der Ausstellung im Schiller-Museum beschäftigt sich mit Bauhaus-Mitgliedern und ihren Lebenswegen in der Diktatur. Die Station thematisiert die Gratwanderungen, die sie angesichts der neuen politischen Verhältnisse nach 1933 vollzogen. Viele Bauhäusler hatten kaum eine andere Wahl: sie verloren ihre Arbeit und flohen aufgrund ihrer Herkunft ins Exil, mindestens einundzwanzig von ihnen wurden in NS-Gefängnissen oder Konzentrationslagern umgebracht. Doch die Mehrheit blieb unbehelligt in Deutschland. Die ehemaligen Bauhaus-Studierenden beteiligten sich an nationalsozialistischen Propagandaausstellungen oder präsentierte ihre Werke auf Designmessen. Sie entwarfen Filmplakate, Möbel, Haushaltswaren und sogar Hitlerbüsten.

Die dreiteilige Ausstellung will damit neue, auch unbequeme Perspektiven auf die Bauhausgeschichte aufzeigen.

POI

Ausstellungsort

Bau­haus-Museum

Leh­rer- und Schüler­arbei­ten des Staat­li­chen Bau­hau­ses in Weimar 1919-25, eben­so der Vor­läufer­insti­tu­tion, der Kunst­gewerbe­schule Henry van de Veldes 1907-15, und der nach­fol­gen­den Schule, der Staat­li­chen Hoch­schule für Hand­werk und Bau­kunst 1926-30.

Bis 15.9.2024, Weimar

Poli­ti­sche Kämpfe um das Bau­haus 1919−1933

Museum, Weimar

Museum Neues Weimar

Ehe­mals groß­herzog­liches Museum von 1869, im April 2019 wieder­er­öffnet mit einer stän­digen Prä­sen­ta­tion der Kunst der frühen Moderne von der Wei­marer Maler­schule bis zu Henry van de Velde. Große Museums­werk­statt.

Museum, Weimar

Stadt­museum im Bertuch­haus

Stadt­ge­schich­te, Kultur­ge­schich­te, Bekleidung des 19. und 20. Jahr­hun­derts, National­ver­sammlung 1919 und Weimarer Republik, Volks­kunde, Bienen­kunde.

Bis 15.9.2024, Weimar

Lebenswege in der Diktatur 1933−1945

Ausstellungshaus, Weimar

Kunst­halle Harry Graf Kessler

1880 unter Harry Graf Kess­ler ge­grün­dete "Per­ma­nen­te Kunst­aus­stel­lung", seit 1955 wie­der ein Ort für Sonder­aus­stel­lun­gen.

Museum, Weimar

Weimar Haus

Verantw. gem. §55 Abs 2 RStV:
Rainer Göttlinger
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