Ausstellung 28.05. bis 01.08.21

kunst galerie fürth

Albert Leo Peil

Ein Zeichner und Grandseigneur

Fürth, kunst galerie fürth: Peil entwickelte eine Art zeichnerischen Pointilismus mit feinsten Punkten, Kringeln und Linien. Im Zentrum steht meist eine maskuline, im Profil gezeigte Halbfigur. Bis 1.8.21

Albert Leo Peil (1946-2019) hinterließ ein immenses, hunderte Zeichnungen umfassendes, bislang aber weitgehend unentdecktes und unentschlüsseltes zeichnerisches Werk, das in der Städtischen Galerie Fürth erstmals in angemessenem Umfang gewürdigt und der Öffentlichkeit vorgestellt wird.

Peil entwickelte eine Art zeichnerischen Pointilismus, bei dem sich aus feinsten Punkten, Kringeln und Linien die Motive formieren und bei dem sich wie von selbst das Blatt zu füllen scheint. So weisen viele Zeichnungen eine Struktur auf, die an einen ornamentverzierten Teppich oder an eine delikate Stickerei denken lassen. Darin eingewoben ist stets eine von Peil erschaffene, kunstvolle Monogrammsignatur.

Im Zentrum der meisten Zeichnungen steht eine maskuline, im Profil gezeigte Halbfigur, die der Künstler in stilisierter und idealisierter Form darstellt und die er zum Träger von Virilität sowie von sexueller und kreativer Potenz macht. Angereichert mit symbolträchtigen Chiffren verweist der Künstler in seinen Zeichnungen auf die Welt der Mode, der Kunst oder des Films mitsamt ihrer schillernden Persönlichkeiten, denen er mitunter ein schwelgerisches Denkmal setzt.

Die Ausstellung versammelt neben einer Auswahl von rund 60 Zeichnungen auch Skizzen, Entwurfszeichnungen sowie biografische Artefakte und Lehrbriefe. Darüber hinaus fand sich im Nachlass des Künstlers eine mit punziertem Kupferblech verkleidete Kiste, die ebenso detailreich gearbeitet ist wie die Zeichnungen.

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