Albert Speer in der BRD

Vom Umgang mit deutscher Vergangenheit

Dokuzentrum Reichsparteitagsgelände
28.4.-26.11.2017

Bayernstraße 110
90478 Nürnberg

www.museen.nuernberg.de/dokuzentrum
museen.nuernberg.de/d...peer-in-der-brd-1195/

Mo-Fr 9-18 Uhr
Sa-So 10-18 Uhr

Speer war in der NS-Zeit als erster Archi­tekt des Rei­ches ver­ant­wort­lich für Groß­pro­jekte wie das Reichs­partei­tags­gelände in Nürn­berg und die Um­ge­sta­ltung Berlins. Im Mittel­punkt steht die Frage, warum Speers Ge­schich­ten in der BRD so lange und bei so vielen Men­schen Reso­nanz fanden.

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Albert Speer in der BRD :: Ausstellung
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Als der Kriegsverbrecher Albert Speer am 1. Oktober 1966 aus dem Gefängnis in Berlin-Spandau entlassen wurde, waren über tausend Schaulustige gekommen und dutzende Mikrophone und Kameras aus aller Welt auf ihn gerichtet. Dies war der Beginn seiner „zweiten Karriere” als scheinbar geläuterter Zeitzeuge des Nationalsozialismus.

Speer war in der NS-Zeit als erster Architekt des Reiches verantwortlich für Großprojekte wie das Reichsparteitagsgelände in Nürnberg und die Umgestaltung Berlins. Er zählte zu Hitlers engsten Vertrauten, 1942 wurde er Rüstungsminister. 1946 verurteilten ihn die Alliierten im Nürnberger Prozess zu zwanzig Jahren Haft. Nach seiner Entlassung konnte Speer durch zahlreiche Interviews und Publikationen seine bei Kriegsende entworfene und weiter ausformulierte Legende in die Öffentlichkeit tragen: Er hätte von den NS-Verbrechen nichts gewusst und sei, von der Aura Hitlers verführt, in Krieg und Judenmord unbeteiligt hineingeraten.

Die mit Unterstützung des Instituts für Zeitgeschichte München-Berlin erarbeitete Ausstellung lässt die Speer-Legende und damit auch den Umgang der Deutschen mit ihrer Vergangenheit sichtbar werden. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die Frage, warum Speers Geschichten in der BRD so lange und bei so vielen Menschen Resonanz fanden – auch noch, als die Forschung vieles längst widerlegt hatte.