Ausstellung 20.09.25 bis 01.03.26
Der Schweizer Maler, Druckgrafiker und Objektkünstler Alois Lichtsteiner (*1950) zeigt im Museum Franz Gertsch erstmals eine monumentale Gruppe an Werken, die zentrale Momente seiner Suche nach dem Umgang mit Malerei markieren. Er wirft ausserdem einen Blick zurück in die 1980er-Jahre zum Beginn seiner Auseinandersetzung mit diesem Thema. Im Laufe der Ausstellung kann verfolgt werden, wie Lichtsteiner von der Farbigkeit zum Bild in Graustufen und wieder zurück zur Farbigkeit findet.
Lichtsteiner, dessen Kunst oft mit den Gruppen der „Birken”- und „Berg”-Bilder in Grautönen auf weissem Grund in Verbindung gebracht wird, schuf in den 1980er-Jahren sehr farbstarke Gemälde. In einer Zeit, in der die Malerei totgesagt wurde und andere, neue Kunstformen bevorzugt wurden, suchte er, der malen wollte, nach konzeptuellen Ausdrucksformen und seinem persönlichen Weg aus dieser Situation. Bei Lichtsteiner dient das Bild, das uns an etwas erinnert, als Metapher für die Fragen der Malerei, die er seit Jahrzehnten bearbeitet.
Mit grosser Radikalität löste sich Lichtsteiner ab 1997 von der Farbe und ging in die Graustufen, in den Bereich der Nichtfarbe. Es handelt sich um Versuchsanordnungen, um Deklinationen seiner Beschäftigung mit Farbe und Grund. Die für ihn gültigen Lösungen hielt er nach dem Entstehen verschiedener kleinformatigerer Werke auf grossen Leinwänden fest. Folgt man dieser Serie chronologisch, kann man die Entwicklung nachvollziehen. Der Plan entstand schon früh: bereits 2006 schaffte Lichtsteiner das Material für die acht Gemälde an. Die letzten beiden Werke wurden mit Blick auf diese Ausstellung fertiggestellt.
Die intensive Beschäftigung mit dem Hochdruck führte Lichtsteiner zur Farbe zurück: Seine Gemälde seit 2011 sind wieder farbig. Das, was die Betrachter als „Schnee” empfinden, bleibt weitgehend weiss, die ab und an eingesetzten „Himmel” blass, die „Felsformationen“ erscheinen hingegen in changierenden, zarten bis kräftigen Farbmodulationen.
Beim Rundgang sind die Besucher dem Kontrast von figürlich erscheinenden Werken und den metaphorischen, konzeptuellen Inhalten der grossen Fragen der Malerei, die dahinterstehen, ausgesetzt und werden zum genauen Hinschauen und Hinterfragen ihrer ersten Eindrücke angeregt.
Ausstellungsort
Wechselausstellungen verschiedener Künstler im Dialog zu den Werken von Franz Gertsch.
Museum, Burgdorf
Geschichte, Kultur und Volkskunde der Stadt und Region Burgdorf/Unteres Emmental. Ur- und Frühgeschichte. Keramik und Waffen des Mittelalters. - Landwirtschaftliche Geräte, Käserei, traditionelles Handwerk und Gewerbe des 18.-19. Jh. Hauswirtschaftliche,
Bis 22.2.2026, Bern
Das Zentrum Paul Klee zeigt die erste Einzelausstellung der Künstlerin in der Schweiz, darin Arbeiten aus allen Schaffensperioden mit besonderem Augenmerk auf die architektonischen Interventionen.
Lützelflüh-Goldbach
Ehemaliges Pfarrhaus von 1655, wo Albert Bitzius von 1831 bis 1854 als Pfarrer und Dichter (Pseudonym Jeremias Gotthelf) lebte. Dauerausstellung zu Gotthelfs Leben und Werk, rekonstruiertes Arbeitszimmer.
Bis 11.1.2026, Bern
1933 kuratierte Ernst Ludwig Kirchner selbst seine grösste Retrospektive in der Kunsthalle Bern. Die aktuelle Ausstellung folgt seinem Blick auf das eigene Werk.
Bis 11.1.2026, Bern
Die Ausstellung eröffnet ein weites Panorama von Schweizer Künstlern und Motiven, die sich in Beziehung zu Ernst Ludwig Kirchners Schaffen setzen lassen.