Ausstellung 26.03.26 bis 03.01.27
Der in der Nähe von Preßburg (heute Bratislava) geborene Künstler Armin Stern (1883-1944) zog 1900 nach Frankfurt und studierte dort Malerei an der Städelschule. Trotz zahlreicher Reisen und Studienaufenthalte in Paris, der Bretagne, den Niederlanden und in den Tessin blieb Frankfurt sein Lebensmittelpunkt. Nachdem er 1933 von einer Ausstellung im Frankfurter Kunstverein als „nichtarischer Künstler” ausgeladen wurde, übersiedelte er mit seiner Familie nach Bratislava, das inzwischen zur Tschechoslowakei gehörte.
Als auch dort die Situation immer bedrohlicher wurde, bemühte sich Stern zunächst um die Ausreise ins britische Mandatsgebiert Palästina. Der Maler war nach eigener Aussage schon als Schüler Zionist geworden. Bereits bei einem ausgedehnten Aufenthalt in Erez Israel 1933/34 hatte er das Land intensiv kennengelernt und gleichzeitig nach einem Ort gesucht, wo er sich mit seiner Familie niederlassen könnte. 1938 erhielt er ein Einreisevisum für die USA, dort ließ er sich in New York nieder und nahm an mehreren Ausstellungen teil. Nach fünf Jahren im Exil in den USA starb Armin Stern im Juli 1944 wenige Tage vor seiner Einbürgerung an Herzversagen.
Obwohl Stern ein erfolgreicher und populärer Landschaftsmaler und Porträtist war, geriet er beinahe in Vergessenheit. Das änderte sich erst mit der Publikation seiner Biografie durch seine Enkelin 2008 und einer ersten Kabinettausstellung im Jüdischen Museum ein Jahr später. Nun bereichert der Nachlass des Künstlers als Schenkung die Kunstsammlung des Jüdischen Museums.
Ausstellungsort
Entwicklung der jüdischen Gesellschaft seit dem 12. Jahrhundert, religiöse Kultur des Judentums, Geschichte der deutschen Juden im 19. und 20. Jahrhundert unter besonderer Berücksichtigung der Bedingungen in Frankfurt.
Dependance, Frankfurt/Main
Fundamente von Gebäuden der ehemaligen Frankfurter Judengasse: Wohnhäuser, Brunnen, Ritualbäder, Teil der ehemaligen Kanalisation. Geschichte dieser Straße, ihrer Häuser und Bewohner über mehr als 300 Jahre.
Museum, Frankfurt/Main
Stadtmuseum Frankfurts in fünf historischen Gebäuden am Römerberg sowie einem modernen Neubau. Frankfurt im Spätmittelalter, Spielzeugsammlung.
Museum, Frankfurt/Main
Sammlung der Originale Dr. Heinrich Hoffmanns (Nachlaß), seltene internationale Struwwelpeterausgaben und Parodien aus dem 19. und 20. Jahrhundert; weitere Kinderbücher, Skizzenbücher und Autographen Heinrich Hoffmanns.