Ausstellung 25.09.20 bis 10.01.21

Käthe Kollwitz Museum

Art Déco

Grafikdesign aus Paris

Köln, Käthe Kollwitz Museum: Die Ausstellung präsentiert mehr als 100 faszinierende, zum Teil großformatige Druckgrafiken – kühn gezeichnete Visionen extravaganten Lebens. Bis 10.1.21

Rankende florale Formen und strenge geometrische Elemente, kontrastreiche Farben, klare und zugleich verspielte Typografie: das Grafikdesign des Art Déco vereint das scheinbar Gegensätzliche.

Die kunstvollen Plakate, Illustrationen und Anzeigen spiegeln die großen Themen dieser Zeit: Werbung für Haute Couture oder Jazz, Tanz und technische Errungenschaften, für moderne Sportwagen, imposante Kreuzfahrtschiffe – und nicht zuletzt auch für Kriegs- und Staatsanleihen. Mit einem Wort: die Illusion einer besseren und schöneren Welt.

Die Ausstellung präsentiert mehr als 100 faszinierende, zum Teil großformatige Druckgrafiken aus der Sammlung des Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe. In kühn gezeichneten Visionen extravaganten Lebens zeigt Paris sich farbenfroh, progressiv und exaltiert. Die führenden Pariser Grafiker illustrieren das Lebensgefühl der „Années folles”, der „verrückten Jahre”, mit künstlerischen Experimenten, innovativen Techniken und spektakulären Bildfindungen.

Pochoirdruck

Eine Besonderheit ist das Pochoir: eine anspruchsvolle Drucktechnik mit Schablonen, häufig kombiniert mit Lithographie, Strichätzung und einem nicht geringen Anteil Handarbeit. Mit bloßem Auge sind die aufwendigen Drucke oft kaum von Aquarellen zu unterscheiden. Pochoir wird zum Inbegriff für das Genre der eleganten Mode-Illustration in Magazinen und Almanachen. Eine Reihe hervorragender Zeichner wie Paul Iribe (1883-1935), George Barbier (1882-1932) und André Édouard Marty (1882-1974) wählt dieses Verfahren als ihr Medium.

In der Ausstellung wird die Technik anschaulich erläutert.

Plakate werden in Öl oder Gouache an der Staffelei entworfen und dann traditionell lithographisch gedruckt. Zu den führenden Plakatmalern zählen A. M. Cassandre (1901-1968) und Paul Colin (1892-1985), jeder mit einem unverwechselbaren Stil.

Josephine Baker

Einer der Höhepunkte der Ausstellung ist Colins Mappenwerk über die „Revue Nègre”, die Tanzkompagnie von Josephine Baker (1906-1975), die mehrfach in Paris gastiert, und für die Colin auch Bühnenbilder und Kostüme entwirft.

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