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22.3.2026
Camellia japonica zu „Asiatische Frühlingssymbole”,
Camellia japonica (Theaceae), Japanische Kamelie, Korea-Japan-Taiwan
Maria Moreen zu „Asiatische Frühlingssymbole”,
Camellia japonica „Maria Moreen”, Botanischer Garten, Berlin
Palazzo Tursi zu „Asiatische Frühlingssymbole”,
Camellia japonica „Palazzo Tursi”, Kamelie, Theaceae, Botanischer Garten, Berlin
Bonomiana zu „Asiatische Frühlingssymbole”,
Camellia japonica „Bonomiana”, Botanischer Garten, Berlin
Contessa Lavinia Maggi zu „Asiatische Frühlingssymbole”,
Camellia japonica „Contessa Lavinia Maggi”, Kamelie, Theaceae, Botanischer Garten, Berlin
Kamelie Scentsation zu „Asiatische Frühlingssymbole”,
Camellia japonica „Scentsation”, Botanischer Garten, Berlin
Imbricata Rubra zu „Asiatische Frühlingssymbole”,
Camellia japonica „Imbricata Rubra”, Kamelie, Theaceae , Botanischer Garten, Berlin
Kamelienhaus zu „Asiatische Frühlingssymbole”,
Kamelienhaus, Botanischer Garten, Berlin

Exponat

Asiatische Frühlingssymbole

Kamelienblüte im Botanischen Garten Berlin

Botanischer Garten Berlin
DE-14195 Berlin

Wer in der ▸Kamelie ein Kamel sucht, wird nicht wirklich ein Trampeltier finden, sehr wohl aber den Tschechen Georg Joseph Kamel (1661-1706). Dieser trat als junger Mann dem Jesuitenorden bei und erlernte die Kunst der Pharmazie. 18 Jahre lebte Kamel auf den Philippinien und erforschte als erster Europäer die philippinische Pflanzenwelt. Ihm zu Ehren benannte der große Botaniker Carl von Linné 1753 die wunderschönen ostasiatischen Kamelien (wissenschaftlicher Gattungsname Camellia).

Duft für eine Dame

Wer seine Nase in die leuchtenden, bis zu handflächengroßen Kamelienblüten versenkt, wird ein wenig enttäuscht sein, denn ihr Duft ist kaum merklich. Das wußte und nutzte auch Alexandre Dumas „Kameliendame”: die exzentrische und empfindsame Dame mit ihrer starken Abneigung gegen auffällig duftende Blüten schmückte sich freiwillig nur mit den nahezu duftlosen, dezenten Kamelien.

Japanische Wissenschaftler und Parfümeure analysierten die faszinierenden, zauberhaften Blüten und entdeckten ein Spektrum von pflaumenartigem Duft mit der frischen, grünen Note der Hyazinthe bis zu puderig-feinem, süßen Duft.

In ihrer Heimat wird die Wildform der Kamelie (Camellia japonica) hauptsächlich von einem Vogel besucht und dabei bestäubt: dem Weißring-Brillenvogel (Zosterops japonica). Vögel haben nämlich einen kaum ausgebildeten Geruchssinn, und die Kamelie benötigt daher keinen auffälligen Duft für eine erfolgreiche Anlockung.

Die verhältnismäßig kleinen, ursprünglich nur fünf Blütenblätter aufweisenden Kamelienblüten der Wildform sind in Jahrhunderte dauernden Züchtungsexperimenten immer größer, formenreicher und attraktiver geworden. Wer die gefüllten, rosenähnlichen Blüten genauer anblickt, kann den züchterischen Trick leicht entdecken: die zahlreichen Staubblätter der Wildform haben sich stark verbreitert und täuschen unechte Blütenblätter vor. An ihren Rändern sind häufig noch kleine Reste der gelben Staubbeutel zu erkennen.

In Europa übte die Kamelie schon auf die aristokratische Welt des 18. Jahrhunderts große Faszination aus. Heimisch sind die Kamelien vor allem in den immergrünen Wäldern von China, Korea und Japan bis Indonesien, und ihre Kultur ist in unseren Breiten nicht ganz einfach. Kamelien wachsen langsam, aber können sehr alt werden. Die ältesten Kamelien im Botanischen Garten Berlin sind schon stattliche 70 Jahre alt. In ihrer Heimat sollen sie sogar 1000 Jahre alt werden und problemlos die stolze Höhe eines normalen Wohnhauses erreichen.

Kamelien bevorzugen sauren Boden, kalkfreies Wasser und einen kühlen lichten Winterplatz. Im Wohnzimmer lebt die Kamelie daher meist nicht lang, die trockene, warme Luft beantwortet sie schnell mit Abwurf der Blütenknospen und Blätter.

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Standort

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