Ausstellung 06.05. bis 16.10.22

Siebengebirgsmuseum

Badespaß am Rhein

Königswinter, Siebengebirgsmuseum: Die Ausstellung zeichnet mit zahlreichen Fotos, Dokumenten und Installationen die spannende Geschichte des Badens am Rhein vom ausgehenden 18. bis ins 20. Jahrhundert nach. Bis 16.10.22

Die Ausstellung zeichnet mit zahlreichen Fotos, Dokumenten und Installationen die spannende Geschichte des Badens am Rhein vom ausgehenden 18. bis ins 20. Jahrhundert nach.

Dabei stehen zum einen die frühen Badeschiffe in Bonn und Königswinter im Blickpunkt, die zunächst noch ausschließlich der Körperhygiene – also dem Baden – dienten. Erst später kamen Badeanstalten hinzu, in denen tatsächlich das Schwimmen gelehrt wurde. Diese anfänglich vor allem militärische Form der Körperertüchtigung erfreute sich unter dem Einfluss der Turnbewegung zunehmender Beliebtheit, so dass die Badeschiffe vielerorts ausgebaut wurden.

In den 1920er Jahren wurden Strandbäder überaus populär. Mit ihnen warben die Rheinorte um die Gunst der Besucherinnen und Besucher. Hier stand vor allem das Freizeitvergnügen in der Natur im Mittelpunkt. Gleichzeitig entzündeten sich gerade an ihnen gesellschaftliche Diskussionen um die Themen Freizügigkeit und Geschlechtertrennung, die 1932 mit dem sogenannten Zwickelerlass zur Bademode reglementiert wurde.

Ab Mitte der 1930er Jahren erfuhren Freibäder großen Zuspruch. Im Sinne nationalsozialistischer Vorstellungen von „Volksgesundheit” und „Wehrhaftigkeit” wurden sie vom Staat besonders gefördert. Zunehmende Wasserverschmutzung und das Bedürfnis nach ganzjährigem Schwimmen führte schließlich zum Bau von Hallenbädern. Das Baden im Rhein war damit Geschichte.

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