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Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen

Barockgarten und Globushaus

Schleswig: Der Gottorfer Globus ist ein von Andreas Bösch gebautes Wunderwerk, der durch Zar Peter später nach Moskau verbracht wurde. Nach dem Abtransport des Globus verfiel das Globushaus zunächst, und der barocke Terrassengarten wurde als Reitplatz genutzt.

Der Gottorfer Globus, das älteste Planetarium der Welt, ist ein von Andreas Bösch gebautes Wunderwerk, der durch Zar Peter später nach Moskau verbracht wurde. Nach dem Abtransport des Globus verfiel das Globushaus zunächst, und der barocke Terrassengarten wurde als Reitplatz genutzt. Heute ist beides wieder zugänglich.

Das Original galt vor 350 Jahren als ein Wunderwerk zeitgenössischer Handwerkskunst und Technik. Das neuartige, von Kerzen erhellte Sternentheater, wurde schnell von seinen Besuchern als wissenschaftlich-kosmologische Sensation ersten Ranges bestaunt. Der Gottorfer Globus stand für die Weltoffenheit sowie das künstlerische Mäzenatentum Friedrichs III. und dessen Sohn Christian Albrecht.

Nicht zuletzt der Wunsch Zar Peters des Großen, der sich den Globus 1713 nach der Niederlage der Gottorfer gegen die dänische Krone als Geschenk erbat, belegt die Berühmtheit der Apparatur. Der Zar ließ den Globus in die kurz zuvor gegründete Stadt St. Petersburg verbringen. Dort befindet sich der durch Feuer, Kriegswirren und seine weiten Reisen stark beschädigte und immer wieder aufs Neue restaurierte Globus noch heute.

Im rekonstruierten Globus im Neuwerkgarten wiederum können Besucher wie zu Zeiten der Gottorfer Herzöge eine Reise in der sich drehenden Himmelskugel unternehmen: der Nachbau des „astronomischen Wunderwerks” aus der Zeit des Barock zählt heute zu den Kulturhighlights Norddeutschlands.

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