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12.2.2026
Modersohn-Becker, Kinder mit Laternen zu „Becoming Paula. London Berlin Worpswede Paris”, DE-28195 Bremen
Paula Modersohn-Becker, Kinder mit Laternen vor Haus, um 1901
Leihgabe aus Privatbesitz © Kunsthandel Wolfgang Werner Bremen/Berlin

Ausstellung 08.02. bis 13.09.26

Becoming Paula. London Berlin Worpswede Paris

150 Jahre Paula Modersohn-Becker

Paula Modersohn-Becker Museum

Böttcherstraße 6-10
DE-28195 Bremen
Ganzjährig:
Di-So 11-18 Uhr
Führungen:
So 11.30 Uhr

Wie wurde aus Paula Becker die Künstlerin ▸Paula Modersohn-Becker - und letztlich die Kunstfigur „Paula” eine Projektionsfläche, die in Literatur, Film und Kunst breit rezipiert wird?

Mit rund 70 Gemälden und Papierarbeiten aus Museumssammlungen, der Paula-Modersohn-Becker-Stiftung und Privatbesitz bietet die Ausstellung einen seltenen Einblick in die Facetten dieser einzigartigen Künstlerinnenbiografie. Sie folgt der Malerin entlang ihrer wichtigsten Studienorte und zeigt, wie sie schon in ihrer Ausbildung ihren eigenen, freien und selbstständigen künstlerischen Weg ging.

Paula Modersohn-Becker ist heute weltberühmt und wird gefeiert als "Pionierin der Moderne" als "Deutschlands Picasso" (FAZ 2007) und "trailblazing artist"/"wegweisende Künstlerin" (The New York Times 2024). Doch wie kam es dazu, dass diese junge Frau, 1876 in dresden geboren und zu Beginn des 20. jahrhunderts in Bremen, London, Berlin, Worpswede und vor allem Paris künstlerisch sozialisiert, eine der international erfolgreichsten Malerinnen des 20. Jahrhunderts werden konnte? Die Ausstellung BECOMING PAULA geht dieser Frage nach und zeigt wie aus Paula Becker die Künstlerin Paula Modersohn-Becker wurde und letztlich die Kunstfigur "Paula". Dafür erläutert die Ausstellung Paula Modersohn-Beckers persönliches und professionelles Netzwerk mit Porträts u.a. von Clara Rilke-Westhoff, Rainer Maria Rilke, Martha Vogeler, Lee Hoetger oder der Schwester Herma. Ein weiterer Raum zeigt Studienarbeiten und frühe Werke, entstanden in London und Berlin zwischen 1892 und 1899. Das kaum bekannte und gewürdigte Frühwerk ist eine Entdeckung: So hat man Paula Modersohn-Becker bislang nicht gesehen. Dank Leihgaben aus verschiedenen Privatsammlungen kann erstmals eindrücklich ihre eigenständige künstlerische Entwicklung veranschaulicht werden, die sich parallel zu ihrer Ausbildung vollzog.

Die Ausstellung folgt der Künstlerin nach Worpswede, wo der Akt zum zentralen Bildthema wird, das sie bis zu ihrem frühen Tod weiter beschäftigen wird. Sie gelangt dabei zu ungewöhnlichen und direkten Bildfindungen, die ihresgleichen in der Kunstgeschichte suchen. Dann geht die Reise weiter nach Paris. Mit ihrem heute berühmten Bildern von 1906/07 wird sie ein Teil der damaligen Pariser Avantgarde. Paula Modersohn-Becker war sich der Bedeutung der Werke durchaus bewusst. Auf einem Briefkuvert skizzierte sie ihr Pariser Atelier, an dessen Wänden drei heute als Hauptwerke geltenden Bilder hängen, die in einer Rekonstruktion des Zimmers gezeigt werden. Wie prägend die Kunst von Paula Modersohn-Becker für Künstlerinnen und Künstler im 20. und 21. Jahrhundert werden sollte, veranschaulichen Werke von Georg Baselitz bis Chantal Joffe: Die Faszination der Kunst Paula Modersohn-Beckers ist ungebrochen.

POI

Ausstellungsort

Paula Moder­sohn-Becker Museum

1926/27 von Bern­hard Hoet­ger (Bild­hauer, Maler, Architekt, 1874-1949) für die Kunst­werke von Paula Moder­sohn-Becker (1876-1907) er­bau­tes Haus. Ge­mälde, Hand­zeich­nun­gen und Radie­run­gen der Künst­lerin.

Haupthaus, Bremen

Museen Böttcher­straße

Paula Modersohn-Becker Museum und Museum im Roselius-Haus

Im gleichen Haus

Ludwig Rose­lius Museum

Alt­bre­mer Patri­zier­haus, das mit seinen Grund­mauern wohl ins 14. Jahr­hun­dert zu­rück­geht. 1902 von Lud­wig Rose­lius er­wor­ben und 1928 als Mu­seum für seine Kunst­samm­lung er­öffnet. Wohn­kultur, Möbel, Teppi­che und Kunst­hand­werk.

Museum, Nürnberg

Germa­nisches National­museum

Größ­tes Museum für Kunst und Kultur des deutsch­spra­chigen Raums. Zeit­reise durch 100.000 Jahre Kultur­ge­schichte vom Faust­keil über den Ezels­dorfer Gold­kegel, kost­bare mittel­alter­liche Skulp­turen, dem Behaim-Globus, die Kaiser­bilder Alb­recht Dürers bis hin zu Kunst und Design der Gegen­wart.

Bis 31.5.2026, Dresden

Paula Moder­sohn-Becker und Edvard Munch

Werke von Paula Moder­sohn-Becker und Edvard Munch werden erstmals zusammen im Dialog gezeigt.

Ab 22.5.2026, Berlin

Cassirer

Die Alte National­galerie würdigt im Jahr 2026 mit Paul Cassirer einen der wich­tig­sten Kunst­händler seiner Zeit.

Verantw. gem. §55 Abs 2 RStV:
Rainer Göttlinger
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