Ausstellung 11.10.26 bis 19.09.27
Die Arbeiten des israelischen Fotografen Benyamin Reich bewege sich im Spannungsfeld von religiöser Tradition, persönlicher Identität und körperlicher Erfahrung. Geprägt von seiner Kindheit und Jugend in einer ultraorthodoxen Gemeinschaft in Bnei Brak (Israel) setzt sich der seit vielen Jahren in Berlin lebend und wirkende Künstler mit den kulturellen und sozialen Prägungen seines Herkunftsmilieus auseinander.
In seinen sorgfältig komponierten Fotografien greift Reich Motive und Rituale des nahenden Sukkotfests und des religiösen Alltags im ultraorthodoxen Milieu auf und verbindet sie mit einer intimen Bildsprache, die Nähe, Sinnlichkeit und Ambivalenz sichtbar macht. Alltägliche Gegenstände, symbolische Handlungen und menschliche Präsenz werden dabei zu Trägern vielschichtiger Bedeutungen. Zwischen Vertrautheit und Irritation eröffnet er neue Perspektiven auf religiöse Praxis und hinterfragt etablierte Vorstellungen von Orthodoxie, Geschlecht und Zugehörigkeit.
Charakteristisch für sein Werk ist das Zusammenspiel von Reflexion und Intimität: während es gesellschaftliche und religiöse Grenzziehungen sichtbar macht, richtet es zugleich den Blick auf Erfahrungen und Rituale, die Menschen über kulturelle und religiöse Unterschiede hinweg verbinden.
Ausstellungsort
Historische Laubhütte mit einzigartiger Wandmalerei aus spätbarocker Zeit: ein Streifzug durch 600 Jahre jüdische Geschichte und Kultur.
Haupthaus, Fürth
Judaika und Alltagsgegenstände. Geschichte und Gegenwart jüdischen Lebens, sozialer und wirtschaftlicher Wandel für Juden im 19. Jahrhundert. Historische Mikwe (1702), Laubhütte (19. Jh.) und aufwändige Stuckarbeiten.
Museum, Schwabach
Gold, Stadtgeschichte Schwabachs, Seifenherstellung in Schwabach, Naturmuseum Wenglein, Volkskundliche Eiersammlung Heer-Maynollo, Geschichte der Firma Fleischmann. Henselt-Studio.
Museum, Schwabach
Bis 29.11.2026, Nürnberg
Rund 70 Objekte und 100 Fotos geben Einblick in die Unterwelt der Eisenbahn.
Bis 31.1.2027, Nürnberg
Die intensive Farbigkeit, die präzise Naturbeobachtung sowie die fantasievollen Randverzierungen und Initialen verleihen den Blättern eine außergewöhnliche erzählerische Lebendigkeit.