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4.6.2025
Max Klinger, Tjou-Tjou zu „Berlin. Cosmopolite”, DE-14109 Berlin
Max Klinger, Tjou-Tjou (Bildnis eines Hundes), 1883, Radierung und Kaltnadel
Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Kupferstich-Kabinett

Ausstellung 24.05. bis 08.09.25

Berlin. Cosmopolite

Die versunkene Welt von Felicie und Carl Bernstein

Liebermann-Villa

Colomierstraße 3
DE-14109 Berlin
April bis Sept:
Mo, Mi-So 10-18 Uhr
Okt bis März:
Mo, Mi-So 11-17 Uhr

Die Ausstellung erzählt zum ersten Mal die Geschichte des bedeutenden jüdischen Kunstsammlerpaares Felicie (1849-1908) und Carl Bernstein (1842-1894) und untersucht ihren Einfluss auf die Berliner Kunstszene des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Ein Blick auf ihr damaliges Netzwerk und ihre Salonkultur lohnt sich.

Im Sommer 1882 brachte das Paar eine beeindruckende Gruppe von impressionistischen Gemälden aus Paris nach Berlin. Das Ehepaar Bernstein, beide aus gut situierten Familien aus dem Russischen Reich wurden bald zu bekannten Persönlichkeiten des Stadtgeschehens. In ihrem Haus im Tiergartenviertel veranstalteten sie einen wöchentlichen Salon bei dem Max Liebermann, Max Klinger, Sabine und Reinhold Lepsius sowie die Museumsdirektoren Hugo von Tschudi, Alfred Lichtwark und Wilhelm Bode zu den regelmäßigen Gästen zählten.

Das jüdische Leben im Kaiserreich war von Ambivalenzen geprägt. Diese Ausstellung möchte eine wichtige erinnerungskulturelle Lücke der Berliner Stadtgeschichte schließen und die versunkene Welt der Bernsteins wiederentdecken. Heute ist ihre Sammlung über die ganze Welt verstreut, von Philadelphia bis Tokio. Die Ausstellung fußt auf den Forschungen unserer Gastkuratorinnen Emily D. Bilski und Chana Schütz, die große Anstrengungen betrieben, um die heutigen Standorte der Werke der Bernstein-Sammlung ausfindig zu machen.

Auch Max Liebermann war beeindruckt von der Kunstsammlung der Bernsteins, die sein eigenes Kunstsammeln nachhaltig prägte: „In der Sammlung Bernstein befanden sich die schönsten Stilleben Manets vor allem aber wundervolle Claude Monets, darunter das berühmte Champs de coquelicots, das Frau Bernstein mir hinterlassen hat, weil ich das Bild stets besonders bewundert habe.” (Max Liebermann)

POI

Ausstellungsort

Lieber­mann-Villa

Re­stau­rier­tes Som­mer­haus Max Lieber­manns mit Garten. Ge­mälde mit Moti­ven von Haus und Garten. Leben und Wirken des be­rühm­ten Ber­liner Malers. Ent­rech­tung in der NS-Zeit.

Bis 19.1.2026, im Haus

Hélène Binet foto­grafiert

Welche ver­binden­den Archi­tektur­elemente sind zu beob­achten, was unter­scheidet die Landsitze von­ein­ander?

Stichwort

Max Liebermann

Schauplatz, Berlin

Haus der Wann­see-Kon­ferenz

Wann­see-Kon­fe­renz vom 20. Januar 1942, be­tei­lig­ten Ämter und Per­so­nen.

Bis 1.2.2026, Potsdam

Einhorn. Das Fabeltier in der Kunst

Die Be­schäfti­gung mit der Ikono­graphie des Ein­horns lädt zu Refle­xionen über Welt­wissen, Ambi­valenzen und Projek­tionen ein.

Bis 15.2.2026, Berlin

Immer wieder muss die Welt …

Gezeigt werden rund 70 Gemälde aus den Schen­kungen 1964 bis 1974 sowie dem künstle­rischen Nachlass des Brücke-Gründungs­mitglieds.

Museum, Berlin

Haus am Wald­see

Verantw. gem. §55 Abs 2 RStV:
Rainer Göttlinger
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