Berliner Realismus

Von Käthe Kollwitz bis Otto Dix

Käthe Kollwitz Museum
11.10.2019-5.1.2020

Neumarkt 18-24
50667 Köln

www.kollwitz.de

Di-Fr 10-18 Uhr
Sa-So+Ft 11-18 Uhr

Rau, ruppig und poli­tisch unbe­quem: Die Berliner Kunst zur Kaiser­zeit besitzt Spreng­kraft. Die Aus­stellung spannt einen zeit­lichen Bogen von den 1890er bis zu den 1930er Jahren. Im Fokus stehen dabei Künstler wie Hein­rich Zille, Hans Balu­schek und Käthe Kollwitz

Bild
Artur von Kampf, Waehlt kommunistisch, 1918
Berliner Realismus :: Ausstellung
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Rau, ruppig und politisch unbequem: Die Berliner Kunst zur Kaiserzeit besitzt Spreng- kraft. Von Wilhelm II. mit dem Verdikt der „Rinnsteinkunst” belegt, widmen sich Künstler der Berliner Secession um 1900 erstmals dezidiert sozialen Themen. Sie begründen eine spezifisch berlinische Tradition des sozialkritischen Realismus, die in der Kunst der Weimarer Republik ihre konsequente Fortsetzung findet.

Die Ausstellung spannt einen zeitlichen Bogen von den 1890er bis zu den 1930er Jahren. Im Fokus stehen dabei Künstler wie Heinrich Zille, Hans Baluschek und Käthe Kollwitz, die die prekären Lebens- und Wohnverhältnisse der Arbeiterschaft, die durch die Industrialisierung stark angewachsen ist, zum Thema ihrer Werke machen.

Einen drastischen Einschnitt stellt der Erste Weltkrieg dar. Die zweite Generation von Künstlern, die in der Ausstellung gezeigt werden – darunter Otto Dix, George Grosz und Otto Nagel – ergreift nicht etwa Partei für „den kleinen Mann”, sondern kritisiert in ihrem Werk grundsätzlich die gesellschaftlichen Missstände der Weimarer Republik.