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24.7.2025
Ring der Katharina von Bora zu „Buchstäblich Luther”, DE-06886 Lutherstadt Wittenberg

Ausstellung 01.12.23 bis 06.01.27

Buchstäblich Luther

Facetten eines Reformators

Augusteum

Collegienstraße 54
DE-06886 Lutherstadt Wittenberg
April bis Okt:
Di-So 10-18 Uhr
Nov bis März:
Di-So 10-17 Uhr

Im 500. Jahr der Hochzeit Martin Luthers mit Katharina von Bora zeigt die Ausstellung eine große Kostbarkeit: den Ring der Katharina von Bora (1499-1552).

Seit jeher ranken sich um den Ring Legenden, die kaum je überprüft wurden. Anlässlich der Präsentation des Rings in Wittenberg wurden einige überraschende und neue Details zum Ring vorgestellt. Und anderem ist erst seit kurzem bekannt, dass der Rubin im Ring aus der Gegend im heutigen Myanmar stammt.

Die ehemalige Nonne Katharina von Bora hatte 1523 unter dem Einfluss von Luthers Lehre ihr Kloster verlassen und ihn 1525 in Wittenberg geheiratet. Das Datum der Hochzeit, der 13. Juni 1525, ist auf der Innenseite des Rings eingraviert. Dieser besteht zum einen aus einem inneren schmalen Goldreif, vermutlich der eigentliche Trauring. Um diesen herum liegt ein aufwändig gearbeiteter Ring aus der Zeit um 1500 mit einem Rubin. In den Ring eingearbeitet sind die sogenannten Passionswerkzeuge Christi, darunter das Kruzifix, die Geißelsäule mit Fesseln, Ruten und der Rock, um den die Kriegsknechte würfelten.

Der äußere Ring wurde in Dänemark gefertigt und ist vermutlich ein Geschenk des dänischen Königs Christian II. an Martin Luther. Der König hielt sich in den 1520er Jahren immer wieder im Umfeld der Reformatoren in Wittenberg auf. Die Echtheit des Rubins im Ring wurde bei einer Untersuchung im Institut für anorganische Chemie der Universität Leipzig einwandfrei nachgewiesen. Eine Analyse in der Deutschen Stiftung Edelsteinforschung in Idar-Oberstein ergab nun, dass der Rubin aus der Region Mogok im heutigen Myanmar stammt. Rubine aus Südostasien gelangten im 15. Jahrhundert über die Seidenstraße, Konstantinopel und Venedig an europäische Fürstenhöfe und waren dort gefragt.

Begleitend präsentieren die Luthergedenkstätten die Glanzstücke ihrer Sammlungen: Luthers Kutte ist ebenso darunter wie die erste Wittenberger Gesamtausgabe der deutschen Bibel und die ausdrucksstarken Cranach-Porträts, die das Bild des Reformators in der Öffentlichkeit bis heute prägen. Ein besonderes Exponat ist eine großformatige Seidenmalerei, die Martin Luther als konfuzianischen Gelehrten zeigt. Dieses Geschenk des koreanischen Künstlers Cho Yong-jin (geb. 1950) aus dem Jahr 2017 ist erstmalig in einer Ausstellung zu sehen und ein Beleg für Luthers internationale Wirkung.

POI

Ausstellungsort

Augusteum

Zentraler Ort der Stiftung Luther­gedenk­stätten, Prä­sen­tation von Sonder­aus­stellungen.

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Rainer Göttlinger
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