Ausstellung 22.05. bis 20.09.26
Vor 200 Jahren entstand der klangvolle Name einer Dynastie, deren Erbe bis heute weit über Franken und Thüringen hinausstrahlt. Das ehemalige Herzogtum ist durch seine verwandtschaftlichen Verbindungen in viele Adelshäuser weltbekannt. Grund genug, um dieses Jubiläum in Ausstellungen und Veranstaltungen zu würdigen, deren Dreh- und Angelpunkt die große Schau in den Kunstsammlungen der Veste Coburg ist.
Ausgangspunkt ist ein politisches Ereignis: die Erbteilung von 1826. Herzog Ernst I. (1784-1844) besaß plötzlich zwei, rund 80 Kilometer voneinander entfernte Residenzen beiderseits des Thüringer Waldes, Schloss Friedenstein in Gotha und Schloss Ehrenburg in Coburg mit den jeweils dazugehörenden Sammlungen, Bibliotheken und Archiven und später je einem eigenen Theaterbau.
Die Ausstellung über die Gründung von Sachsen-Coburg und Gotha im Jahr 1826 auf der Veste zeichnet ein facettenreiches Bild dieses ungewöhnlichen Herzogtums, das neben dem Herzog auch von einem zunehmend selbstbewussten Bürgertum geprägt wird. Kostbare Kunstwerke, Karten, Waffen, Archivalien und Bücher erzählen von Macht, Repräsentation, Reformwillen und Widerständen – und von einer Epoche im Umbruch.
Ein besonderer Fokus liegt auf Herzog Ernst I., einem ebenso energiegeladenen wie widersprüchlichen Regenten. Als Politiker, Militär, Bauherr und Sammler prägt er das Erscheinungsbild von Coburg und Gotha nachhaltig. Seine Begeisterung für das Mittelalter, die Theaterkultur und die Wissenschaften spiegelt sich ebenso in der Ausstellung wider wie die privaten Schattenseiten seines Lebens und die weitreichenden dynastischen Entwicklungen seiner Familie bis hin zum britischen Königshaus.
Ausstellungsort
Historische Räume mit facettenreichen Sammlungen: Kunsthandwerk (Glas und Keramik), Waffen und Rüstungen, Gemälde und Skulpturen, Kutschen und Schlitten u.v.m., Lutherstube, Jagdintarsienzimmer, Sonderausstellungen.
Dependance, Rödental
Museum, Coburg
Geologie, Zoologie, Vorgeschichte und Völkerkunde.
Schloss, Coburg
Als Stadtresidenz der Coburger Herzöge ab 1543 errichtete und seit 1690 im barocken Stil zur Dreiflügelanlage erweiterte Burg mit gotisierende Fassaden nach Plänen von Karl Friedrich Schinkel. Wohn- und Festräume mit prunkvollen Möbeln, Uhren und Leuchtern.
Museum, Coburg
Museum, Ahorn
Landwirtschaft, Volkskunde, Handwerk. Geräte und Gegenstände aus allen Bereichen des täglichen Lebens in der Region.
Museum, Coburg
Faszinierende Antiquitäten aus der Geschichte des Schützenwesens. Schützenscheibe „Roter Mann” aus Kronach, Pistolen von Pierre de Coubertin, Original-Fackeln der Olympischen Spiele von 1936, 1972 und 1988 bis 2008.