Ausstellung 01.10.19 bis 01.03.20

Museum im Lagerhaus

Crazy, Queer, and Lovable: Ovartaci

St. Gallen, Museum im Lagerhaus: Louis Marcussen, genannt Ovartaci, kann als der dänische Wölfli bezeichnet werden. Zeitlebens beschäftigt ihn das Thema der Verwandlung. Zahlreiche weibliche Figuren und Puppen, kleine bis nahezu lebensgrosse, aus Papier, Karton oder Papiermaché, verweisen auf seine Sehnsucht, das andere Geschlecht zu verkörpern. Bis 1.3.20

Louis Marcussen, genannt Ovartaci (1894-1985), kann als der dänische Wölfli bezeichnet werden. Zeitlebens beschäftigt ihn das Thema der Verwandlung. Bilder, Skulpturen, sogar Flugmaschinen spiegeln Fantasien zu verschiedenen Reinkarnationszyklen von Ovartacis Leben – sei es als Schmetterling, Vogel, Puma oder Tiger.

Zahlreiche weibliche Figuren und Puppen, kleine bis nahezu lebensgrosse, aus Papier, Karton oder Papiermaché, stellen Seelenverwandte dar, mit denen sich Ovartaci im Zimmer umgibt und auch Wände und Bett bemalt. Sie verweisen auf die Sehnsucht, das andere Geschlecht zu verkörpern, um seinen eigenen männlichen Geschlechtstrieb zu verlieren. Durch Selbstkastration vollzieht Ovartaci schliesslich die gewünschte Anpassung vom Mann zur Frau.

Das Werk Ovartacis, das sich heute im Museum Ovartaci in Århus, Dänemark, befindet, thematisiert Transidentität im weitesten Sinne. In der Parallelausstellung werden zeitgenössische künstlerische Positionen des Weiblichen, Männlichen und von Transgender aufgegriffen, und alle Gäste sind eingeladen, sich in ihrer Selbstwahrnehmung zu äussern.

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