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21.5.2024
Wilesco-Dampfmaschine R200 zu „Das Atomzeitalter in Westfalen”, DE-57482 Wenden
Atomkraft fürs Spielzimmer: die Wilesco-Dampfmaschine R200
Foto: LWL / Kainulainen

Ausstellung 21.07. bis 15.09.24

Das Atomzeitalter in Westfalen

Von der Zukunft zur Geschichte

Technisches Museum Wendener Hütte

Hochofenstraße 1
DE-57482 Wenden
April bis Okt:
Di-So 15-18 Uhr
Nov bis März:
Di-So 14-17 Uhr

Am 15. April 2023 endete eine Ära: Deutschland stieg nach langem Hin und Her aus der Stromproduktion durch Kernenergie aus. Die Wanderausstellung bietet eine historische Rückschau auf die Geschichte der Atomkraft mit Fokus auf Westfalen-Lippe wie auch einen Blick auf aktuelle Debatten und die Zukunft.

Das Thema Kernenergie beschäftigt die Bundesrepublik Deutschland fast seit ihrem Bestehen. Gesellschaft, Politik, Unternehmen und Forschung ringen seitdem um Wahrheit und Zukunftsgestaltung. Die Ausstellung geht dem Thema in drei Kapiteln nach. Die Exponate stammen von Initiativen und Einzelpersonen der Anti-AKW-Bewegung, aus der Nuklearbranche, aus Politik und Verwaltung.

Alle beschäftigen sich thematisch auf unterschiedliche Weise mit Kernenergie. Präsentiert werden etwa Kleidungsstücke wie Unterwäsche für den Kontrollbereich von der Hochtemperatur-Kraftwerk GmbH, der feuerrote Lautsprecherwagen, der die Initiative „Kein Atommüll in Ahaus e.V.” lange Zeit auf Demonstrationen begleitete, die Atomkraftwerk-Dampfmaschine R200 der Lüdenscheider Firma Wilesco und ein Bergebehälter für kontaminiertes Material der Feuerwehr Münster. Mit Loriots „Weihnachten bei Hoppenstedts” ist auch ein Klassiker aus dem westdeutschen Fernsehen zu sehen, der die Atomkraft thematisiert.

Dem Rückblick auf die Vergangenheit widmet sich der zweite Teil der Ausstellung, mit den vier westfälischen Atomstandorten Würgassen (Kreis Höxter), Hamm, Gronau und Ahaus (beide Kreis Borken) im Zentrum. Der Brennstoff steht dabei immer im Mittelpunkt, denn er ist sowohl Grundlage der Stromerzeugung als auch Ursache des gesellschaftlichen Konflikts um die Kernenergie. Anhand der vier Atomstandorte in Westfalen geht die Ausstellung der Frage nach, wie er hergestellt wird und was während der Stromproduktion und danach mit ihm passiert: In der Uranreicherungsanlage der „Urenco” in Gronau wird das Brennmaterial bearbeitet, im Atomkraftwerk Würgassen und in Hamm-Uentrop kam es in unterschiedlicher Form zum Einsatz. Im Brennelemente-Zwischenlager in Ahaus wird der abgebrannte Brennstoff untergebracht, bis 2031 ein Standort für das Endlager feststehen und dieses bis 2050 eingerichtet werden soll.

Im dritten Teil der Ausstellung wird den aktuellen Debatten um Klimawandel, den Beschuss des ukrainischen Kernkraftwerkes Saporischschja durch das russische Militär, Energieknappheit und Laufzeitverlängerung nachgegangen. Welche Auswirkungen hatten sie auf die Menschen und ihre Haltung? Hierzu können sich Besuchende in der Ausstellung äußern. Außerdem geht es um die Frage, was von der Geschichte der Kernenergie in Deutschland übrigbleibt.

Innerhalb der interaktiven Station „Wissen bewahren zu Westfalen” können Besucher ortsbezogen Wissen hinterlassen und so gemeinsam Geschichte schreiben.

POI

Ausstellungsort

Techni­sches Museum Wendener Hütte

Eisen­ge­win­nung und Eisen­ver­hüttung in West­falen.

Museum, Freudenberg

Technik­museum Freuden­berg

Ge­leb­te und erleb­bare Tech­nik- und Sozial­ge­schichte: über 100 Jahre alte Dampfmaschine im Einsatz. Historische Maschinenwerkstatt mit Werkzeugmaschinen. Webstühle, Oldtimer-Motorräder, Standmotoren u.v.m.

Museum, Bergneustadt

Hei­mat­mu­seum Berg­neu­stadt

Ver­schie­fer­tes Fach­werk­haus inner­halb der mittel­alter­lichen Stadt­anlage. Ober­ber­gi­sche Wohn­kultur des 19. und 20. Jahr­hun­derts, häus­liche Arbeits­welt. Ereig­nisse der Berg­neu­städter Ge­schichte, Schützen­wesen.

Bis 30.6.2024, Hagen (Westfalen)

Gott­fried Heln­wein

Heln­weins Arbeits­weise ver­wan­delt die schmutzige Wirk­lich­keit in medi­tative, stille Bilder, die uns beim Betrachten un­weiger­lich in ein Dilemma manöv­rieren.

Museum, Siegen

Sieger­land­museum

Regio­nal­museum für Kunst und Kultur­ge­schichte. Um­fang­reiche Porträt­samm­lung der Nas­sauer und Oranier, Gemälde und Grafiken des in Siegen gebo­renen Barock­malers Peter Paul Rubens (1577-1640). Wohn­kultur des 19. Jahr­hun­derts.

Bis 25.8.2024, Bergisch Gladbach

Martin Noël – Otto Freund­lich

Die Gegen­über­stellung möchte nicht nur dem Werk Martin NoëIs näher­kommen, sondern auch dazu bei­tragen, die Bedeutung Otto Freund­lichs als Künstler, Mensch und Idealist stärker ins öffent­liche Bewusst­sein zu holen.

Verantw. gem. §55 Abs 2 RStV:
Rainer Göttlinger
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