Das Malerische

Die Kunst, die richtige Farbe auf den richtigen Fleck zu setzen

Städtische Galerie im Lenbachhaus
19.11.-31.12.2019

Luisenstraße 33
80333 München

www.lenbachhaus.de

Mi-So+Ft 10-18 Uhr
Di 10-20 Uhr

Die Aus­stel­lung unter­sucht, was und vor allem wie die Künstler im 19. und frühen 20. Jahr­hun­dert gemalt haben. Sie widmet sich der Frage, was „gut gemalt” be­deutet, und be­leuch­tet ver­schie­dene Aspekte des Male­ri­schen.

Bild
Lovis Corinth, Hymnus an Michelangelo, 1911
Das Malerische :: Ausstellung
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„Der Satz, dass die gut gemalte Rübe besser sei, als die schlecht gemalte Madonna, gehört bereits zum eisernen Bestand der modernen Ästhetik. Aber der Satz ist falsch; er müsste lauten: Die gutgemalte Rübe ist ebenso gut wie die gutgemalte Madonna.”

Dieses Zitat Max Liebermanns (1916) ist Ausgangspunkt für eine Ausstellung im Lenbachhaus, die untersucht, was und vor allem wie die Künstler im 19. und frühen 20. Jahrhundert gemalt haben. Die Präsentation widmet sich der Frage, was „gut gemalt” bedeutet, und untersucht verschiedene Aspekte des Malerischen.

Dazu gehören beispielsweise das Tempo beim Malen, das Glück des Anfängers, Zuschreibungsfragen, Farbverbote und die Suche nach einer reinen Malerei: So schuf Lovis Corinth in nur drei Tagen einen riesigen gemalten Blumenstrauß als Geburtstagsgeschenk für seine Frau. Als Franz von Stuck begann, mit Ölfarben zu experimentieren, notierte er auf der Vorderseite des gelungenen Bildes stolz „mein erstes Ölgemälde” - für sich wie für die Nachwelt. Ein virtuos hingeworfenes, unsigniertes Frauenporträt könnte sowohl von Wilhelm Busch wie von Franz von Lenbach stammen, die beide in jungen Jahren sehr ähnlich malten. Und wer denkt, dass Landschaftsmaler doch ein ganz besonderes Faible für die Farbe „Grün” haben müssten, wird sich darüber wundern, dass reines Grün aus der Tube als „Spinat” verspottet wurde.