Ausstellung 22.11.25 bis 22.03.26
Fotografien von zwei in Berlin geborenen Künstlerinnen treten in einen Dialog, der die zeitliche Differenz von mehr als einem Jahrhundert überbrückt. Kathrin Sonntag (*1981) hat sich auf eine Reise durch das bisher wenig bekannte fotografische Werk einer der bedeutendsten Vertreterinnen des deutschen ▸Expressionismus begeben, um mit Bildern aus ihrem eigenen fotografischen Archiv auf ausgewählte Fotografien von ▸Gabriele Münter (1877-1962) zu reagieren.
Gabriele Münters Fotografien sind 1899/1900 während ihrer zweijährigen Reise durch die USA entstanden. Die herausragende kompositorische Qualität der Aufnahmen belegt bereits im Vorfeld von Münters malerischem Schaffen ihre Suche nach einem künstlerischen Ausdruck. Kathrin Sonntag wurde durch Installationen bekannt, die eigenes und gefundenes fotografisches Bildmaterial in einen räumlichen Dialog setzen. Durch die Gegenüberstellung mit Münters Fotografien erzeugt Sonntag einen Resonanzraum in der Gegenwart, verweist spielerisch auf Korrespondenzen und stimuliert die Lust am Entdecken.
Die Räume voller Echos und Widerhall lenken die Aufmerksamkeit auf die Frage, wie Münter und Sonntag – und letztlich auch wir − der Welt im Medium der Fotografie damals und heute begegnen.
Ausstellungsort
Sammlung Peter und Gudrun Selinka mit rund 200 Arbeiten aus dem Bereich des deutschen Expressionismus sowie die Gruppen COBRA und SPUR.
Ab 11.4.2026, im Haus
Sechs raumgreifende Arbeiten internationaler Künstler, die das Vergehen von Zeit sinnlich erlebbar machen.
Museum, Davos Platz
Ernst Ludwig Kirchner (1880-1938) lebte von 1917 bis zu seinem Tod in Davos. Sein Werk gilt als wegweisend im deutschen Expressionismus. Das Kirchner Museum beherbergt die weltweit umfangreichste Sammlung von Werken des Künstlers.
Bis 26.4.2026, Wiesbaden
Die Ausstellung reflektiert die bewegte Geschichte der in über einhundert Jahren aufgebauten „Abteilung Klassische Moderne” des Museums Wiesbaden.