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11.4.2023
Daniel Chatard, Niemandsland zu „Der Hambacher Forst”, DE-40597 Düsseldorf
Daniel Chatard, Niemandsland

Ausstellung 21.04. bis 03.12.23

Der Hambacher Forst

und der Preis unserer Energieversorgung. Fotografien von Lucas Castel, Daniel Chatard, David Klammer, Sophie Reuter

Museum für Europäische Gartenkunst

Benrather Schloßallee 100-108
DE-40597 Düsseldorf
Ganzjährig (Museen):
Mo-Di, Fr 14-17 Uhr
Sa-So 11-18 Uhr

Wir befinden uns inmitten eines dramatischen Klimawandels, der die rasche Verminderung der Emission von Treibhausgasen erfordert. Zudem darf Energiege­winnung nicht länger zur unwie­ derbringlichen Zerstörung von Natur­ und Kulturlandschaften führen. Wird uns das gelingen?

Die Auseinandersetzungen um den Hambacher Forst im Jahr 2018 waren von eindringlicher Symbolik. Fotografen setzten den Konflikt und die ihm zugrundeliegenden Widersprüche pointiert ins Bild: auf der einen Seite die in Baumhäusern lebenden Besetzer und Demonstranten mit der Absicht, den Wald zu retten, auf der anderen Seite Polizeikräfte, die den gesetzlich geregelten Abbau der Braunkohle durch RWE sicherten.

Ergänzt wurde diese Konfrontation durch Bilder der bedingungslosen Naturzerstörung und der gigantischen Infrastrukturen fossiler Energiegewinnung in vernichteten Landschaften. Am Ende obsiegte der Protest: die Zerstörung des Waldes wurde abgewendet und der Kohleausstieg in Nordrhein-Westfalen mittlerweile bis 2030 festgeschrieben. Das Verwaltungsgericht Köln beurteilte 2021 die Räumung des Waldes durch die Polizei als rechtswidrig.

Das für den Wald bei Jülich namensgebende Schloss Hambach wurde seit dem 17. Jahrhundert von den pfälzischen Kurfürsten genutzt – den Bauherren von Schloss Benrath. Ihre kurfürstlichen Lust- und Jagdschlösser verteilten sich im Land: Hambach im Süden, Benrath nahe der Residenz Düsseldorf und Schloss Bensberg im Bergischen Land. Sie dienten sommerlichen Aufenthalten, insbesondere der Jagd.

Die Ausstellung rekapituliert das Geschehen, stellt vier fotografische Positionen vor und will dazu anregen, die Konfliktlage aus der Rückschau und inmitten einer aktuellen Krise der Energieversorgung und des Klimawandels neu zu reflek­tieren.

POI

Ausstellungsort

Museum für Euro­päische Garten­kunst

Die rund 2500-jäh­rige Ge­schichte der euro­päi­schen Garten­kunst unter ver­schie­de­nen garten­künst­le­ri­schen Aspek­ten: Skulp­turen, Pla­sti­ken, Ge­mälde, Gra­phi­ken, Por­zellan, biblio­phile Bücher, Modelle und moderne Medien.

Haupthaus, Düsseldorf

Schloss und Park Ben­rath

Erbaut als Lust­schloss für den Kur­für­sten Carl Theo­dor von der Pfalz in den Jahren von 1756 bis 1771. Corps de Logis mit ein­drucks­voller Deko­ra­tion und Aus­stat­tung. In den beiden Flügeln Museum für Euro­päi­sche Garten­kunst und Museum für Natur­kunde. Weit­läu­fi­ger Schloss­park.

Im gleichen Haus

Mu­seum für Natur­kunde

Natur­ge­schichte der Nieder­rhei­ni­schen Bucht und des Nieder­bergi­schen Landes. Ver­ände­run­gen des Rhein­laufes im Lauf der Jahr­hun­derte, Rhein­fische­rei, Moor und Heide, Nean­der­tal. Ben­rather Vogel­uhr, Tier­plasti­ken.

Im gleichen Haus

Museum Corps de Logis

Mittel­bau der drei­flüge­ligen Maison de Plai­sance, die der Kurf­ürst Carl Theodor sich von seinem Garten- und Bau­direktor Nicolas de Pigage er­rich­ten ließ. Holz­parkett­böden, Male­reien und Stuck­deko­ra­tion. Franken­thaler Por­zellane.

Bis 9.6.2024, Düsseldorf

Only Lovers Left

In der ersten ge­mein­samen Aus­stel­lung der Künstler Margarete Jakschik und Friedrich Kunath wird die Kunst­halle Düssel­dorf zu einem Ort der Welt­ver­sunken­heit, Refle­xion und Melan­cholie.

Bis 21.4.2024, Düsseldorf

Palast­blühen

Zehn renom­mierte Floristen folgten dem Aufruf des Kunst­palastes, sich mit der Sammlung des Hauses aus­ein­ander­zu­setzen und florale Inter­preta­tionen passend zu den Räumen oder zu ein­zelnen Werken zu schaffen.

Verantw. gem. §55 Abs 2 RStV:
Rainer Göttlinger
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