Ausstellung 18.07. bis 09.10.22

Museum Lüneburg

Der Rest vom Fest

Nicht das Ende vom Lied. Das Sankt Pauli Museum zu Gast in Lüneburg

Lüneburg, Museum Lüneburg: Es sind vor allem die legendären Schwarz-Weiß-Fotos des Fotografen und Sammlers Günter Zint, der auf dem Kiez millionenfach auf den Auslöser gedrückt hat. Bis 9.10.22

Es werden rund 150 Highlights aus der Sammlung des „sündigen Stadtteils” gezeigt, kombiniert zu einer Ausstellung, die so abwechslungsreich ist wie das Angebot am Hamburger Fischmarkt. Dazu gehören die prächtigen Bühnenkleider des einstigen Travestie-Stars Sylvin Rubensteins, der als jüdischer polnisch-russischer Tänzer und Widerstandskämpfer nach dem Zweiten Weltkrieg in Hamburg eine Heimat fand. Das prominente Schuhwerk von Hans Albers, geschichtsträchtiges Holz aus dem Star-Club und von Hein Köllisch, Nippes aus dem Wohnzimmer der einst prominentesten Sexarbeiterin Deutschlands, Domenica.

Einzigartige Fotos werfen ein Schlaglicht auf die Schatten der Leuchtreklamen und zeigen Sankt Pauli im gleißenden Sonnenlicht – bevor die nächste Party anbricht. Es sind vor allem die legendären Schwarz-Weiß-Fotos des Fotografen und Sammlers Günter Zint, der auf dem Kiez millionenfach auf den Auslöser gedrückt hat und Berühmtheiten wie Jimmy Hendrix und John Lennon nicht nur vor der Kamera, sondern auch als Gast in seinem Haus hatte.

Die Zukunft des Fundus bleibt ungewiss. Der Ausstellungstitel verdeutlicht die Hoffnung, dass es irgendwann doch wieder eine feste Bleibe für das Museum und seine Sammlung gibt, denn das Sankt Pauli Museum gehört zu Hamburg und spiegelt ein Stück Stadtgeschichte der besonderen Art wieder.

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