Ausstellung 14.01. bis 05.04.21

Deutsches Historisches Museum

Der Sprung - 1961

Berlin, Deutsches Historisches Museum: Das Foto des flüchtenden DDR-Grenzpolizisten Conrad Schumann aus dem Jahr 1961 gilt als Ikone des 20. Jahrhunderts. Eine 360° Virtual Reality-Installation des Regisseurs Boris Hars-Tschachotin erfasst den historischen Moment erstmals multiperspektivisch. Bis 5.4.21

Das Foto des flüchtenden DDR-Grenzpolizisten Conrad Schumann aus dem Jahr 1961 gilt als Ikone des 20. Jahrhunderts. Laut „Time”-Magazin zählt das Bild, das sich nach dem Ereignis weltweit verbreitete, zu den hundert Fotografien, die die Welt veränderten. Heute ist es Teil des Weltdokumentenerbes der UNESCO.

Am 15. August gegen 16 Uhr sprang der Bereitschaftspolizist Conrad Schumann an der Straßenecke Ruppiner-/Bernauerstraße über den Stacheldrahtzaun in den Westteil Berlins. Festgehalten wurde dieser Augenblick von dem jungen Fotografen Peter Leibing.

Im Deutschen Historischen Museum führt der Regisseur Boris Hars-Tschachotin in einer 360° Virtual Reality-Installation aus dem wiedervereinigten Berlin zurück in das Jahr 1961. Mit Hilfe einer VR-Brille bieten sich den Besuchern drei Filmperspektiven: Die des fliehenden Conrad Schumann in NVA-Uniform (Anton von Lucke), die des Fotografen Peter Leibing (Max von der Groeben) und die des Westberliner Polizisten Manfred Klumm (Daniel Axt).

Der 360°-Raum in Farbe erfasst den historischen Moment des Sprungs multiperspektivisch und sprengt erstmals den Rahmen des zugrundeliegenden ikonischen Schwarzweiß-Fotos. So erlebt das Publikum aus diesen subjektiven Blickwinkeln die Ereignisse unmittelbar – mal aus Westberliner, mal aus Ostberliner Sicht.

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