Ausstellung 04.07. bis 02.11.25
Im Juni 2025 jährt sich zum 500. Mal die Bauernschlacht bei Pfeddersheim unter der Führung des Humanisten Ulrich von Hutten. Ausgehend von den Vorboten, stehen Beginn, Hintergründe und Ende des Bauernkriegs in der Pfalz und schließlich die Folgen und Nachwirkungen der Ereignisse in Gesellschaft und Kunst im Mittelpunkt.
Das frühe 16. Jahrhundert war eine Zeit des Umbruchs und des Aufruhrs. Immer drängender und lauter wurden im Heiligen Römischen Reich die Stimmen nach einer umfassenden Reform des Reiches und der Kirche. Die allgemeine Unruhe, die die Deutschen ergriffen hatte, wirkte sich auf alle Stände aus. Befeuert von Martin Luthers reformatorischen Schriften, die als Aufruf nach Freiheit für den einzelnen Menschen verstanden wurden, herrschte überall eine angespannte Stimmung, in den Städten und auf dem Land, unter der Ritterschaft und den Bauern.
Zunächst waren es die von wirtschaftlichem und politischem Abstieg bedrohten Ritter, die sich im Sommer 1522 gegen die Landesherren erhoben. Der Traum von der ritterlichen Freiheit aber zerbrach unter dem dichten Kugelhagel der Geschütze der Fürstenmacht. Auch die Bauern, die nach wie vor die Hauptlast der Feudalabgaben und der Frondienste abzuleisten hatten, fühlten sich bedroht. Zwei Jahre nach dem Ritteraufstand erhoben sie sich gegen die Obrigkeit. Wie ein Flächenbrand weitete sich der Aufruhr aus. In vielen Städten begehrten Bauern und Bürger gemeinsam auf, ganze Städte, geistliche und weltliche Herren traten dem Bauernbündnis bei. Den zahlreichen in der Pfalz zusammengelaufenen Bauernhaufen schloss sich auch die damalige Reichsstadt Pfeddersheim, heute Wormser Stadtteil, an.
Doch letztlich unterlagen auch die Bauern den Fürsten. Nach der blutigen Schlacht bei Pfeddersheim war der Widerstand in der Pfalz gebrochen.
Ausstellungsort
Museum, Weinstadt
Historisches Rathaus von 1534. Bäuerliche und dörfliche Lebensumwelt, Haushaltsgeräte, Einrichtungsgegenstände, Acker- und Weinbaugeräte. Aufstand des Armen Konrad 1514. Ursachen und Beginn des Bauernkrieges.
Museum, Bad Frankenhausen
Ehemaliges Stadtschloß der Fürsten von Schwarzburg-Rudolstadt. Ur- und Frühgeschichte, Salinenwesen, Geologie, Perlmutterknopf-Industrie.
Museum, Creglingen
Entwicklung Frauentals von den Anfängen des Zisterzienserinnenkonvents bis zum landwirtschaftlich geprägten Dorf. Theologische Schriften, liturgisches Gerät.
Museum, Landau in der Pfalz
Historisches "Bauernkriegshaus" aus dem 16. bzw. 17. Jahrhundert. In diesem Haus brach angeblich 1525 der Pfälzische Bauernkrieg aus, als am Kirchweih-Sonntag die Nußdorfer Bauern beschlossen, ihre politische und wirtschaftliche Lage zu verändern.
Bis 22.2.2026, Würzburg
Die Ausstellung bietet Einblicke in die Lebenswelt um 1525 und nimmt die Aufständischen in den Fokus, ihre Forderungen, ihren Erfolg und ihr Scheitern.