Version
9.8.2026
Winter, Triebkräfte zu „Die Nacht berührt die Erde”, DE-80799 München
Fritz Winter, Triebkräfte der Erde, 1944
Fritz-Winter-Stiftung, Bayerische Staatsgemäldesammlungen © Fritz-Winter-Stiftung

Ausstellung 09.10.26 bis 31.01.27

Die Nacht berührt die Erde

Fritz Winters Kosmos der 1930er und 40er Jahre

Pinakothek der Moderne

Barer Straße 40
DE-80799 München
089-23805360
info@pinakothek.de
Ganzjährig:
Di-Mi, Fr-So 10-18 Uhr
Do 10-20 Uhr

Wie gehen Zeitzeugenschaft und künstlerische Abstraktion in Zeiten von Diktatur und Krieg zusammen? Auf Basis des neu zugänglichen Nachlasses wird eine zentrale Werkphase von Fritz Winter anlässlich seines 50. Todesjahres neu erzählt.

Ausgebildet bei Klee und Kandinsky am Bauhaus in Dessau, fand Winter ab 1933 keine Ausstellungsmöglichkeiten mehr in Deutschland. Ab 1937 galt seine Kunst als entartet. Den Zweiten Weltkrieg erlebte er als Soldat an der Ostfront, vornehmlich in Rumänien und in der Ukraine.

In seiner an Naturphänomenen orientierten, weitgehend ungegenständlichen Kunst fand er kraftvolle und berührende Ausdrucksformen für das „Zeitschicksal“. In zunehmender künstlerischer Isolation entstanden Zellen- und Sternbilder, Kristallisationen und expressiv-surrealen Landschaften. Seine Erfahrungen als Soldat verarbeitete er in hunderten von Zeichnungen, in denen er sich auch mit der menschlichen Vernichtungsmaschinerie und der Zerstörung von Lebensräumen auseinandersetzte.

1944 entstand die berühmte Werkgruppe der „Triebkräfte der Erde” – eine Feier der elementaren Kräfte und Gesetzmäßigkeiten der Natur, die als Metapher für die Überwindung des Nationalsozialismus gelesen wurde.

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Ausstellungsort

Pina­ko­thek der Moderne

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Bis 31.1.2027, München

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Noch nie ge­zeigte Werke und Neu­erwerbun­gen treten mit Ikonen des Museums in Dialog.

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