Ausstellung 09.10.26 bis 31.01.27
Wie gehen Zeitzeugenschaft und künstlerische Abstraktion in Zeiten von Diktatur und Krieg zusammen? Auf Basis des neu zugänglichen Nachlasses wird eine zentrale Werkphase von Fritz Winter anlässlich seines 50. Todesjahres neu erzählt.
Ausgebildet bei Klee und Kandinsky am Bauhaus in Dessau, fand Winter ab 1933 keine Ausstellungsmöglichkeiten mehr in Deutschland. Ab 1937 galt seine Kunst als entartet. Den Zweiten Weltkrieg erlebte er als Soldat an der Ostfront, vornehmlich in Rumänien und in der Ukraine.
In seiner an Naturphänomenen orientierten, weitgehend ungegenständlichen Kunst fand er kraftvolle und berührende Ausdrucksformen für das „Zeitschicksal“. In zunehmender künstlerischer Isolation entstanden Zellen- und Sternbilder, Kristallisationen und expressiv-surrealen Landschaften. Seine Erfahrungen als Soldat verarbeitete er in hunderten von Zeichnungen, in denen er sich auch mit der menschlichen Vernichtungsmaschinerie und der Zerstörung von Lebensräumen auseinandersetzte.
1944 entstand die berühmte Werkgruppe der „Triebkräfte der Erde” – eine Feier der elementaren Kräfte und Gesetzmäßigkeiten der Natur, die als Metapher für die Überwindung des Nationalsozialismus gelesen wurde.
Ausstellungsort
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Eines der vier eigenständigen Museen in der Pinakothek der Moderne. Wechselnde Ausstellungen zu historischen und aktuellen Positionen der Architektur.
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Eines der führenden Designmuseen der Welt. Entwicklung des Designs im 20. und 21. Jahrhundert. Industrial Design, Graphic Design, Kunsthandwerk.
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Die Sammlung Moderne Kunst erreichte innerhalb weniger Jahrzehnte quantitativ und qualitativ Weltniveau.
Dependance, München
Bedeutende Sammlung für Zeichnungen und Druckgrafik: alle Epochen der Zeichenkunst und der Druckgrafik vom 15. Jahrhundert bis zur Moderne. Schwerpunkte altdeutsche und holländische Zeichnungen und Druckgrafik (u.a. Blätter von Dürer und Rembrandt).
Bis 31.1.2027, München
Noch nie gezeigte Werke und Neuerwerbungen treten mit Ikonen des Museums in Dialog.