Ausstellung 20.10.20 bis 14.02.21

Jüdisches Museum

Die weibliche Seite Gottes

Visuelle Darstellungen einer verdrängten Tradition

Frankfurt/Main, Jüdisches Museum: In der polytheistischen Welt des Alten Orients war die Vorstellung einer Existenz weiblicher Gottheiten weit verbreitet. Als unmittelbar göttlich gilt dabei vor allem die „Schechina”. Ab 20.10.20

In der polytheistischen Welt des Alten Orients war die Vorstellung einer Existenz weiblicher Gottheiten weit verbreitet. Auch bei der Herausbildung des biblischen Monotheismus spielten sie noch eine gewisse Rolle, wurden allerdings zunehmend aus der rituellen Praktiken des antiken Judentums verdrängt. An die Stelle einer göttlichen Partnerin, von der archäologische Funde und schriftliche Zeugnisse sprechen, trat die Vorstellung einer weiblichen Seite Gottes.

Den Ausgangspunkt der Ausstellung bilden archäologische Artefakte aus dem Alten Orient, die weibliche Gottheiten darstellen. Auch die hebräische Bibel schreibt weiblichen Figuren an verschiedenen Stellen besondere Kräfte zu.

Als unmittelbar göttlich gilt dabei vor allem die „Schechina”. Sie wird im rabbinischen Judentum als „Einwohnung Gottes auf Erden” verstanden und von der jüdischen Mystik als eine schöpferische Facette des einen Gottes beschrieben und bildet das Zentrum der Ausstellung, die im Spiegel der zeitgenössischen Kunst die Wiederentdeckung der weithin unbekannten Tradition weiblicher Gottesvorstellungen thematisiert.

Neben Arbeiten zeitgenössischer Künster sind Werke aus der Renaissance bis zur Moderne zu sehen. Daneben präsentiert die Ausstellung auch religiöse Zeugnisse und Schriften, zeremonielle Gegenstände und Textilien von kulturhistorischer Bedeutung wie auch aktueller Relevanz.

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