Dutch Mountains

Vom holländischen Flachland in die Alpen

Reinhart am Stadtgarten
7.7.2018-20.1.2019

Stadthausstrasse 6
8400 Winterthur

www.museumoskarreinhart.ch
www.arttv.ch/videoembed/?vid_id=7305

Do 10-20 Uhr
Di-Mi, Fr-So 10-17 Uhr

Nieder­län­di­sche Meister revo­lutio­nier­ten im 17. Jahr­hundert die Land­schafts­malerei. Weniger bekannt ist, daß die Wieder­ent­deckung der Gebirgs­land­schaft im Goldenen Zeitalter Wesent­liches zur Ent­wicklung der Schweizer Alpen­malerei beitrug.

Jan Both
Jan Both, Südliche Landschaft mit See, 1642/1652
Johann Ludwig Aberli
Johann Ludwig Aberli, Das Oberhaslital, um 1769
Johann Jakob Biedermann
Johann Jakob Biedermann, Der Rosenlauigletscher
Alexandre Calame
Alexandre Calame, Le Mont Rose, 1843
Caspar Wolf
Caspar Wolf, Der Untere Grindelwaldgletscher, 1774
Felix Meyer
Felix Meyer, Der Untere Grindelwaldgletscher mit dem Mettenberg, um 1700
Jacob van Ruisdael
Jacob Isaackszoon van Ruisdael, Landschaft mit Wasserfall, 1670/1675
Dutch Mountains :: Ausstellung
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Niederländische Meister revolutionierten im 17. Jahrhundert die Landschaftsmalerei und prägen bis heute unsere Vorstellung holländischer Gegenden.

Weniger bekannt ist, dass die Wiederentdeckung der Gebirgslandschaft im Goldenen Zeitalter Wesentliches zur Entwicklung der Schweizer Alpenmalerei beitrug: Zu den Impulsgebern avancierten Allaert van Everdingen und sein Nachfolger Jacob van Ruisdael mit ihren skandinavischen Darstellungen.

Geprägt von deren Innovationskraft begab sich der Amsterdamer Jan Hackaert mit dem Zürcher Maler Conrad Meyer bereits 1655 auf eine Expedition ins Glarnerland. Mit ihrer realistischen und geradezu modernen zeichnerischen Interpretation des Hochgebirges gelten sie als eigentliche Wegbereiter der Schweizer Alpenmalerei – Jahrzehnte bevor der Dichter Albrecht von Haller die Alpen adelte. In der Folge manifestiert sich bei zahlreichen Schweizer Künstlern des 18. Jahrhunderts eine Rezeption der holländischen Meister, die vom gefeierten Caspar Wolf bis ins 19. Jahrhundert zum international erfolgreichen Genfer Alexandre Calame reicht.