Exponat
In einem kleinen Raum aus der Renaissance-Zeit ist in konzentrierter Form ein Teil der 1991 aufgelösten Georgen-Apotheke eingerichtet. Gezeigt wird der ehemalige Verkaufsraum (Offizin), dessen pharmakologische Ordnung nach strengen Gesichtspunkten aufgebaut ist.
Drogen- und Pulvergläser, Salben in Keramik-Kruken und Flüssigkeiten sollten stets getrennt gruppiert und alphabetisch sortiert sein. Die Inhalte der Gefäße wurden original belassen. Die Schubfächer sind nur nach dem Alphabet eingerichtet.
Nicht in den Verkaufsraum gehören normalerweise Giftsachen, Vorratsgefäße oder Zubereitungsinstrumente. Die Regale, Gläser und Porzellan-Gefäße stammen größtenteils aus dem 19. und 20. Jahrhundert.
Die bauchigen Fayencen in den oberen Stirnwand-Reihen sind Produkte der Schrezheimer Manufaktur aus dem 18. Jahrhundert. In ihnen wurden schon länger keine Medikamente oder pharmazeutische Utensilien mehr aufbewahrt. Solche älteren Gefäße dienen auch in anderen Apotheken heute noch der Dekoration, um auf eine lange Tradition des Hauses hinzuweisen.
Das Haus zum Hl. Georg in Rothenburg stammt nachweislich aus dem 14. Jahrhundert. Nach vielen Besitzerwechseln richtete 1707/08 der Apothekengrossist Samuel Philipp Oppermann aus Goslar das Gebäude als Apotheke ein. Der Rat der Stadt ließ dies zu, um die monopolartige Stellung der beiden anderen in Rothenburg ansässigen Apotheker zu brechen. Oppermann stieß allerdings auf massive Widerstände. Es bildete sich ein Kartell gegen ihn, und als er durch die Boykottmaßnahmen gezwungen war, ärztlich zu praktizieren, überzog man ihn mit einer Reihe von Prozessen, die fast sein ganzes Leben dauerten. Er resignierte schließlich und zog nach Regensburg.
Frau Anneliese Scharff, die letzte Besitzerin, gab den Apotheken-Betrieb aus Altersgründen auf. Durch eine großzügige Spende des Vereins Alt-Rothenburg e.V. konnten wichtige Teile des Ensembles für das Reichsstadtmuseum erworben werden.
Standort
Dominikanerinnenkloster, Kunst und Kultur der freien Reichsstadt und ihrer Umgebung. Waffensammlung, Meistertrunk, Goldmünzfund, Kaufladen, Apotheke und Klosterküche.
Museum, Basel
Außereuropäische und europäische Medikamente, Heilamulette. Große graphische Sammlung. Rekonstruktionen von pharmazeutischen Laboratorien des 16. und 18. Jh. Apotheken aus dem 18. und frühen 19. Jh., u.a. Hofapotheke aus Innsbruck.
Museum, Schiltach
Ehemalige, 1837 gegründete Rats-Apotheke. Verkaufsraum ("Offizin") aus der Biedermeierzeit mit Mörsern, Waagen und Standgefäßen für Arzneistoffe. Alte Apothekergeräte wie Pillenmaschinen, Gießformen für Zäpfchen, Handpressen zur Tablettenherstellung u.v.m.
Museum, Heidelberg
Geschichte der Heilkunde, die Apotheke als Arbeitsplatz.
Museum, Rothenburg o.d.T.
Geschichte der deutschen Weihnacht. Bäume mit kostbarem und seltenem Baumbehang der unterschiedlichen Epochen. Rauschgoldengel, Baumspitzen, Miniaturbäumchen, Christbaumständer, Papierkrippen, Räuchermännchen u.v.m.