Ehem. jüdischer Besitz

Erwerbungen des Münchner Stadtmuseums im Nationalsozialismus

Münchner Stadtmuseum
27.4.-23.9.2018

Sankt-Jakobs-Platz 1
80331 München

www.muenchner-stadtmuseum.de

Di-So+Ft 10-18 Uhr

Wäh­rend der NS-Herr­schaft erwarb das Münch­ner Stadt­museum durch Schen­kung, Ankauf oder Tausch über 20.000 Kunst- und Kultur­gegen­stände, von denen etwa 2.600 Objekte hin­sicht­lich ihrer Her­kunfts­ge­schichte als kritisch einzu­stufen sind.

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Albrecht Adam „Im Atelier des Malers Albrecht Adam”, 1854
Ehem. jüdischer Besitz :: Ausstellung
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Die Erforschung der Herkunft von Kunstwerken in den eigenen Sammlungsbeständen gehört zu den Schwerpunkten der wissenschaftlichen Arbeit des Münchner Stadtmuseums. Als erstes Museum in München widmet das Haus diesem Thema eine Ausstellung, in der auch die eigene Geschichte in der NS-Zeit beleuchtet wird.

Während der NS-Herrschaft erwarb das Münchner Stadtmuseum durch Schenkung, Ankauf oder Tausch über 20.000 Kunst- und Kulturgegenstände, von denen etwa 2.600 Objekte hinsichtlich ihrer Herkunftsgeschichte als kritisch einzustufen sind und bezüglich ihrer Provenienz näher untersucht werden müssen.

Die Präsentation versteht sich als Momentaufnahme in einem Prozess kontinuierlicher Aufarbeitung. Sie zeichnet die vielfältigen Biografien von ausgewählten Exponaten aus den unterschiedlichen Sammlungen des Museums nach. Dazu gehören Kunstgegenstände aus den Bereichen Grafik und Gemälde, Mode und Textilien sowie Kunsthandwerk und Möbel, aber auch Musikinstrumente und Marionetten. Anhand der Vielfalt der unterschiedlichen Sammlungsbestände wird das ganze Ausmaß der nationalsozialistischen Raubaktionen greifbar, die sämtliche Segmente des öffentlichen und privaten Lebens betrafen.

Präsentiert werden Objekte mit gesicherten Provenienzen ebenso wie Werke, deren Herkunft bislang ungeklärt ist. Aufgrund der zumeist lückenhaften Quellenlage besteht hier weiterer Forschungsbedarf. Vor diesem Hintergrund versucht die Ausstellung durch die öffentliche Präsentation der Gegenstände weiterführende Hinweise über die noch ungeklärten Herkunftsgeschichten der Kunstobjekte zu erhalten.