Ausstellung 22.11.25 bis 11.01.27
Sie sind grau, groß und für ihre äußerst gute Merkfähigkeit bekannt: seit Jahrtausenden faszinieren Elefanten den Menschen und sind fester Bestandteil des kulturellen Gedächtnisses. Der Umgang mit ihnen war und ist jedoch nicht immer unbeschwert. Bis heute ist die Jagd auf Elfenbein ein großes Problem und eine Gefahr für die Dickhäuter, ebenso der Verlust des natürlichen Lebensraums. Die Ausstellung zeigt den Elefanten von seiner faszinierenden Seite aber auch, dass er ein vom Aussterben bedrohtes Tier ist.
Die Schau zeigt die Entwicklung der grauen Riesen von der Urzeit über das Mammut bis heute und verrät, was der Elefant mit dem sagenhaften Zyklopen zu tun hat. Elefantenfiguren, Modelle und weitere Ausstellungsstücke, wie etwa ein Zahnfühlspiel, machen die Welt der Rüsseltiere verständlich. Eine interaktive Fotostation im Roten Saal im ersten Obergeschoss lädt dazu ein, Erinnerungsfotos vom Ausstellungsbesuch zu machen. Der Höhepunkt ist jedoch das über drei Meter große Wollmammut mit Jungtier.
Elefanten wurden zu unterschiedlichen Zeiten und in verschiedenen Kulturen als Gottheiten verehrt, als Waffe im Krieg gebraucht oder als Arbeitstier im Dschungel genutzt. Auch Johann Wolfgang von Goethe widmete seine Zeit dem Elefanten – jedoch nicht als Dichter, sondern als Forscher: In Kassel untersuchte er den Schädel eines kleinen Elefanten, um den beim menschlichen Embryo entdeckten Zwischenkieferknochen mit dem eines Tieres zu vergleichen. In der Schau ist sowohl ein lebensgroßes Modell des „Goethe-Elefanten” als auch ein Nachbau vom Arbeitszimmer des Dichters zu sehen.
In zahlreichen Schlössern und Gärten sind übrigens Elefanten als künstlerische Motive zu finden: im Barockschloss Mannheim etwa versteckt sich ein Elefant auf einem Wandteppich inmitten einer paradiesischen Landschaft. Im Kloster Lorch, Hauskloster der mächtigen Stauferdynastie, bildet ein grauer Riese den Mittelpunkt einer Szene im Stauferrundbild, das 2002 vom Lorcher Künstler Hans Kloss fertiggestellt wurde.
Der vielleicht imposanteste Dickhäuter hält sich im Rittersaal von Schloss Weikersheim auf: nur wenige Kilometer vom Residenzschloss Mergentheim entfernt. Eindrucksvoll streckt er seinen Rüssel in den monumentalen Rittersaal.
Ausstellungsort
800 Jahre Deutscher Orden, Puppensammlung (1820-1960), Schloß, Stadtgeschichte, Bürgerkultur. Endphase der Jungsteinzeit.
Im gleichen Haus
Dokumentation und Inszenierung im Mörike-Kabinett des Deutschordensmuseums entwerfen ein Bild des Schriftstellers und seiner Umgebung in dieser Zeit.
Gehege, Bad Mergentheim
Museum, Bad Mergentheim
Eines der bedeutendsten Werke mittelalterlicher Tafelmalerei.
Schloss, Weikersheim
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Museum, Weikersheim
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Museum, Röttingen
Burg Brattenstein aus dem 12. Jahrhundert mit rekonstruierter Farbfassung. Weinbau, die Röttinger Weinlage Feuerstein sowie ihre Rebsorten. Anbaumethoden, Arbeit der Häcker, Lese, Kelter, Reifung, Abfüllung und Freude am Trunk.