Ausstellung 25.03. bis 07.08.22

Hamburger Kunsthalle

Ernst Wilhelm Nay

Retrospektive

Hamburg, Hamburger Kunsthalle: Mit rund 120 Gemälden, Aquarellen und Zeichnungen präsentiert die Ausstellung Nays komplexes Werk in allen Phasen. Bis 7.8.22

Erstmals widmet die Hamburger Kunsthalle Ernst Wilhelm Nay (1902-1968), einem der bedeutendsten Maler des 20. Jahrhunderts, eine Einzelausstellung und zeigt zugleich die erste Retrospektive des Künstlers seit langem.

Der Stadt Hamburg war Nay eng verbunden: die Kunsthalle erwarb zahlreiche seiner Werke für die Museumssammlung, im Jahr 1955 erhielt er den renommierten Lichtwark-Preis der Freien und Hansestadt Hamburg. In Hamburg fand im Herbst 1953 auch Nays einzige Lehrtätigkeit statt. drei Monate lang unterrichtete er als Gastdozent an der Landeskunstschule.

Nays kraftvolle, farbintensive Bilder gelten als Brücke zwischen der Kunst vor und nach dem Zweiten Weltkrieg. Sie verbinden Expressionismus, Abstraktion und die gestische Malerei nach 1945 sowie die deutsche mit der internationalen Moderne. Während der Zeit des Nationalsozialismus wurden Werke von ihm in Museen beschlagnahmt und in der Feme-Ausstellung „Entartete Kunst” gezeigt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs sein Bekanntheitsgrad rasch.

Mit rund 120 Gemälden, Aquarellen und Zeichnungen präsentiert die Ausstellung Nays komplexes Werk in allen Phasen. Entstanden in 50 Jahren, zwischen 1919 und 1968, weist es eine große Bandbreite an unterschiedlichen Darstellungsweisen und historischen Bezügen auf.

Die Retrospektive ist chronologisch aufgebaut und entfaltet in fünf Kapiteln Nays Schaffen in seinen verschiedenen Stadien: von den frühen Werken über die sogenannten Lofoten-Bilder, Hekate-Bilder, Rhythmischen Bilder, Scheiben- und Augenbilder bis hin zum Spätwerk. Mit zeitlichen Vor- und Rückgriffen ermöglicht die Schau aber auch den Blick auf Nays Werk als ein organisches, in sich verwobenes Ganzes.

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