Eva’s Beauty Case

Schmuck und Styling im Spiegel der Zeiten

LVR-LandesMuseum Bonn
9.6.2016-23.4.2017

Colmantstraße 14-16
53115 Bonn

www.landesmuseum-bonn.lvr.de
www.landesmuseum-bonn...evas_beauty_case.html

Di-Fr, So 11-18 Uhr
Sa 13-18 Uhr

Eine eigen­tüm­liche Fas­zi­na­tion geht von Schmuck zu allen Zeiten aus. Die Schau spannt einen einzig­artigen kultur- und epoche­über­greifen­den Bogen – von der Stein­zeit bis in die Gegen­wart.

Bild 1
Bild 2
Nachbildung eines Kopfschmucks aus Haarnetz und Stirnband, Original: Bronze, vergoldet, Glas, römisch, 3. Jh. n.Chr., Rommerskirchen
Bild 3
Ensemble von römischem und fränkischem Schmuck sowie ein Parfümflakon und ein moderner Lippenstift
Eva’s Beauty Case :: Ausstellung
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Eine eigentümliche Faszination geht von Schmuck zu allen Zeiten aus. Edle Metalle und Steine sind kostbar und selten. Seit Jahrhunderten werden ihnen in allen Kulturen besondere, oft fast magische Eigenschaften zugewiesen. Über ihre Schönheit hinaus sind sie Verbindungsglied und Attribute der Götter, Heilmittel und Amulette aber auch Schönheitsmittel, Handels- und Beutegut, Beleg für wirtschaftliche und kulturelle Beziehungen, Statussymbol und als Trachtbestandteil Ausdruck regionaler, herrschaftlicher und sozialer Identifikationen.

Das LVR-LandesMuseum Bonn besitzt eine der bedeutendsten Sammlungen römischen Schmucks nördlich der Alpen und eine der größten und bedeutendsten frühmittelalterlichen Schmucks. Dazu gehören unter vielen anderen Objektgruppen auch die zahlreichen äußerst filigran gearbeiteten Goldscheibenfibeln als Beleg für die außerordentliche Kunstfertigkeit der Goldschmiede im frühen Mittelalter. Sie schöpften aus Technologien und Formenschatz der mediterranen Spätantike wie germanischer Tradition und schufen aus dieser Verbindung Kunstwerke ganz eigenen Stils.

Diese einzigartigen und kostbaren Funde stehen im Zentrum einer Ausstellung, die sich mit der Kulturgeschichte des Schmucks und der Schönheit beschäftigt. Die Schau spannt einen einzigartigen kultur- und epocheübergreifenden Bogen – von der Steinzeit bis in die Gegenwart; vom Bauplan der Natur über die wechselnden Schönheitsideale; von Edelsteinen als Schönheitsmittel, Handels- und Beutegut; von Schmuck, Frisur und Schminken als Statussymbol und als Ausdruck regionaler, herrschaftlicher und sozialer Identifikationen bis zum Schönheits- und Starkult der Gegenwart.

Ein eigener Mitmachbereich thematisiert zusätzlich die Idealvorstellungen von Schönheit im Wandel der Zeit: So können sich die Besucherinnen und Besucher u.a. in Nofretete, Königin Elisabeth I. oder auch Ludwig XIV. morphen. „Schönheitexperten“ verraten hier zusätzlich zu bestimmten Zeiten alles über die Vorbilder, Tricks und Geheimnisse aber auch über die Zwänge und Nebenwirkungen des so alltäglichen und vertrauten „Schönmachens“.