Ausstellung 12.11.22 bis 05.02.23

Stadtmuseum Münster

Faszination Wissenschaft

Herlinde Koelbl

Münster (Westfalen), Stadtmuseum Münster: Um zu erfahren, was den Grundstein legte für die herausragenden Ergebnisse, bat Herlinde Koelbl 60 der weltweit renommiertesten Naturwissenschaftler und Nobelpreisträger, die Essenz ihrer Forschung in der Handfläche zu notieren. Bis 5.2.23

Eine Formel, eine Philosophie, ein Zitat: die Fotokünstlerin Herlinde Koelbl hat 60 der weltweit renommiertesten Naturwissenschaftler und Nobelpreisträger gebeten, die Essenz ihrer Forschung in der Handfläche zu notieren. Auf diese ungewöhnlich zugängliche Weise porträtierte sie die Forscher und macht deren Erkenntnisse im Wortsinn greifbar.

Um zu erfahren, was den Grundstein legte für die herausragenden Ergebnisse der Wissenschaftler, bereiste Herlinde Koelbl die halbe Welt: sie war zu Gast bei der französischen Virologin und Nobelpreisträgerin Françoise Barré-Sinoussi, die 1982 erstmals das HI-Virus als Auslöser der damals noch neuen Erkrankung Aids isolierte. Sie reiste in die USA zu der Meeresbiologin Sallie Chisholm, die die mikrobiellen Ökosysteme der Ozeane untersucht, und besuchte in England die gebürtige Nigerianerin Tolullah Oni, die die öffentlichen Gesundheitssysteme in rasch wachsenden Städten verbessern will. Auch den „Vater der Quantenphysik” Anton Zeilinger, der erst kürzlich mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet wurde, hat Herlinde Koelbl für ihre Ausstellung porträtiert, ebenso wie die Genetikerin Christiane Nüsslein-Volhard, die an Fliegen und Zebrafischen forscht, den chinesischen Chemiker Tao Zhang, der aus Biomasse Chemikalien gewinnen will, und den israelischen Biochemiker Aaron Ciechanover, der herausbekommen hat, wie Zellen defekte Eiweißstoffe entsorgen.

Die Geschichten all dieser Forschenden hat Herlinde Koelbl festgehalten. Sie beginnen im Kleinen, im Persönlichen. Herkunft oder Nationalität sind unwichtig: was zählt, sind Neugierde und absolute Leidenschaft.

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