Ausstellung 25.09.20 bis 10.12.22

Diakoniemuseum Rummelsberg

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Weltweite Diakonie aus Bayern

Schwarzenbruck, Diakoniemuseum Rummelsberg: Die Ausstellung skizziert spannende Lebensläufe und benennt auch Probleme, die durch dieses Engagement entstehen. Bis 10.12.22

Seit über 200 Jahren ziehen Menschen aus dem heutigen Bayern in die Welt, um zu helfen: als Krankenpfleger oder Arzt, als Lehrerin, Krankenschwester, als Handwerker mit christlichem Ethos oder einfach nur als Missionar mit hohem sozialem Gespür. Die Ausstellung skizziert solche spannenden Lebensläufe und benennt dabei auch Probleme, die durch dieses Engagement entstehen.

Die Besucher lernen u.a. Johann Lauterbach aus Heinersreuth/Ofr. kennen: er baute die erste Orgel Südafrikas. Ernst Faber aus Coburg half, obwohl nur als Theologe ausgebildet, tausenden von Chinesen erfolgreich gegen Augenleiden. Die Augsburger Missionarstochter und Diakonisse Hildegard Ellwein versorgte eine kleine Krankenstation im indischen Pandur. Der Rummelsberger Diakon Johann Buchta aus Stammbach wirkte als erster Europäer in der Massai-Steppe am Kilimandscharo. Und die Hensoltshöher Diakonisse Johanna Bock leitete über vier Jahrzehnte ein Diakonissenhaus in den Niederlanden.

Auch die Probleme, wie die Einbettung der Mission im 19. Jh. in die Kolonialpolitik oder die Neigung von manchen Missionaren zum Nationalsozialismus kommt in der Ausstellung zur Sprache. Im zweiten Teil der Ausstellung geht es um den strukturellen Wandel von Mission mit integrierter Sozialarbeit zu moderner Entwicklungspolitik und diakonischer Partnerschaft.

Verantwortlich gem. §55 Abs 2 RStV: Rainer Göttlinger. Pressemitteilungen willkommen. #1050167 © Webmuseen