Beitrag v.
16.2.2024
Harpignies, Frau auf einem Waldweg zu „Figur und Landschaft”, DE-20095 Hamburg
Henri Joseph Harpignies, Frau auf einem Waldweg, 1880

Ausstellung 17.11.23 bis 10.03.24

Figur und Landschaft

Werke des 19. Jahrhunderts aus zwei Hamburger Privatsammlungen

Hamburger Kunsthalle

Ganzjährig:
Di-Mi, Fr-So 10-18 Uhr
Do 10-21 Uhr

Die Ausstellung präsentiert ein bezauberndes Panorama der Kunst des 19. Jahrhunderts aus zwei sich perfekt ergänzenden Privatsammlungen der Hansestadt. Die Leihgaben kommen einmalig für den Besuch ins Harzen-Kabinett, um sie einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Die sonst im Privaten verborgenen, qualitätvollen Werke lassen die persönlichen Vorlieben der Sammlerinnen erkennen: zu sehen sind in verschiedensten künstlerischen Techniken eindrückliche Landschafts- und Figurenbilder italienischer, französischer, deutscher sowie einiger englischer Künstler. Die rund 100 Zeichnungen, Aquarelle, Pastelle und kleineren Gemälde – darunter eine Reihe reizvoller Ölstudien – stammen aus dem späten 18. Jahrhundert bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts.

Den Reigen der Landschaftsbilder eröffnet eine frühe Ölstudie des Franzosen Pierre-Henri de Valenciennes (1750-1819), der mit seinen in Rom und Umgebung entstandenen Pleinair-Studien als „Erfinder” der Freilichtmalerei bezeichnet werden kann. Zu den weiteren Höhepunkten zählt das Bild eines sinnenden Mönches in den Ruinen der Caracalla-Thermen in Rom von Franz Ludwig Catel (1778-1856) und eine der seltenen in Italien entstandenen Pastellarbeiten von Max Liebermann (1847-1935): seine Ansicht von Monte Oliveto bei Florenz von 1902 ist eine fast abstrakt zu nennende, vom gegenüberliegenden Arno-Ufer aus festgehaltene Momentaufnahme.

Ganz besonders dem Ausstellungstitel entsprechend ist das Aquarell des französischen Künstlers Henri Joseph Harpignies (1819-1916) von 1880, auf dem er seine Frau auf einem Waldweg trotz schwarzer Kleidung im gleißenden Sonnenlicht wunderbar erstrahlen lässt.

Für die Generation der Impressionisten und Nachimpressionisten sind zwei Blätter hervorzuheben: Édouard Vuillard (1868-1940) zeichnete aus einem Fenster seiner Wohnung in Paris immer wieder den Square Berlioz an der Place Vintimille, heute Place Max-Adolph – so auch in diesem überwältigenden Pastell von 1915, mit dem er das zwischen den Bäumen flirrende Licht einfängt; Berthe Morisot (1841-1895) skizzierte meisterhaft die sich streckende Figur eines kirschenpflückenden Mädchens 1891 mit dem Rötelstift auf einen recht großen Bogen Papier.

Die Sammlerinnen, von denen die Leihgaben für diese Ausstellung kommen, sind seit mehr als 20 Jahren in Hamburg tätig und erwerben ihre Werke – dem jeweiligen Profil ihrer Kollektionen entsprechend – bei Hamburger Händlern ebenso wie im nationalen und internationalen Kunsthandel, auf Auktionen und beispielsweise auf dem alljährlich im März stattfindenden Salon du Dessin in Paris, der wohl renommiertesten internationalen Kunstmesse für Zeichnungen.

Die Ausstellung präsentiert unter anderem Werke folgender Künstler: Oswald Achenbach, Giovanni Battista Bassi, Carl Gustav Carus, Franz Ludwig Catel, Johan Christian Dahl, Simon Denis, Johann Georg von Dillis, Johann Joachim Faber, Thomas Fearnley, Ercole Gigante, François-Marius Granet, Louis Gurlitt, Jakob Philipp Hackert, Henri Harpignies, Ferdinand Hodler, Emil Orlik, Franz Kobell, Max Liebermann, August Lucas, Adolph Menzel, Georges Michel, Berthe Morisot, Eugène Le Poittevin, Joseph Rebell, Johann Christian Reinhart, Ludwig Richter, Louise Joséphine Sarazin de Belmont, Giovanni Domenico Tiepolo, Pierre-Henri de Valenciennes, Felix Valloton, Albert Venus, Édouard Vuillard, Robert Thorne Waite und Adrian Zingg.

POI

Ausstellungsort

Hamburger Kunst­halle

Malerei von der Gotik bis in die Gegenwart. Plastik des 19. und 20. Jahrhunderts.

Bis 25.8.2024, Hamburg

Feste feiern!

Die Aus­stel­lung stellt nicht nur die unter­schied­lichen Elemente und viel­fältigen gestal­teri­schen Aspekte von Festen der Antike vor, vielmehr – so die zentrale Bot­schaft – sind antike Feste Ursprung unserer heutigen Festkultur.

Bis 6.7.2025, Hamburg

I.M Possible. Alles ist erlaubt

Bis 26.5.2024, Hamburg

Mythos Spanien

Ab 15.6.2024, Hamburg

Watch! Watch! Watch!

Die Aus­stel­lung be­leuch­tet anhand von 230 Origina­abzügen sowie zahl­reichen Ver­öffent­lichun­gen in Illu­strierten und Büchern das Lebens­werk des Foto­grafen von den 1930er- bis in die 1970er-Jahre.

Museum, Hamburg

Museum für Kunst und Gewerbe

Ange­wandte Kunst und Plastik Europas vom Mittel­alter bis zur Gegen­wart. Kunst der Antike und des Nahen und Fernen Ostens. Histo­rische Tasten­instru­mente, Grafik­design und Plakat­kunst, Foto­grafie, Mode und Textilien, Design der Gegenwart.

Museum, Hamburg

Galerie des Kunst­vereins

Einer der ältesten Kunstvereine in Deutschland. U.a. wurden hier Caspar David Friedrich (1826), Arnold Böcklin (1898), Jackson Pollock (1958), Francis Bacon (1965) und Angela Bulloch (1994) in frühen Einzelausstellungen vorgestellt.

Museum, Hamburg

Choco­versum

Verantw. gem. §55 Abs 2 RStV:
Rainer Göttlinger
Pressemitteilungen willkommen
#3102117 © Webmuseen Verlag