Ausstellung 22.11.25 bis 22.03.26
Die monografische Ausstellung widmet sich ▸Gabriele Münter (1877-1962), einer der bedeutendsten Künstlerinnen des deutschen ▸Expressionismus und wichtigsten Stimmen der europäischen Avantgarde zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Ihr Werk erstreckt sich über mehr als 60 Jahre.
Ausgehend von den Beständen der Sammlung Selinka des Kunstmuseums liegt ein Schwerpunkt der Ausstellung auf der Zeit zwischen 1908 und 1914, die zu den produktivsten ihres Schaffens zählt. Murnau im bayrischen Alpenvorland wurde in diesen Jahren Münters bevorzugter Malort, an dem ihre Fähigkeit zur Vereinfachung der Form, ihre Ausprägung klarer Farbkontraste und ihre zeichnerisch treffsichere Malweise zur vollen Entfaltung kamen: „Von nun an bemühte ich mich nicht mehr um die nachrechenbare richtige Form der Dinge. Und doch habe ich nie die Natur überwinden, zerschlagen oder gar verhöhnen wollen. lch stellte die Welt dar, wie sie mir wesentlich schien, wie sie mich packte.” Diese Unmittelbarkeit und die Darstellung des subjektiven Erlebens kennzeichnen die Kunst des deutschen Expressionismus.
Außer in Münters „expressionistische Periode” vor dem Ersten Weltkrieg, in der sie die Aktivitäten der Neuen Künstlervereinigung München und ab 1911 das ästhetische, intellektuelle und emanzipatorische Projekt des Blauen Reiters maßgeblich beförderte, gibt die Ausstellung anhand von rund 50 Arbeiten zugleich Einblick in weitere Lebensstationen und Entwicklungsphasen. Gabriele Münters Werk ist nicht durch eine kontinuierliche Entwicklung gekennzeichnet, sondern durch ein Nebeneinander unterschiedlicher Stile, Techniken und Vorlieben für bestimmte Motive. Immer wieder gibt es Neuanfänge und Rückgriffe, Brüche und Experimente. Die Ausstellung führt die stilistische Vielfalt und Innovationskraft Gabriele Münters vor Augen und eröffnet vielschichtige Perspektiven auf ein bahnbrechendes Œuvre der Klassischen Moderne.
Lange Zeit fanden vorwiegend Münters Bilder aus der Zeit des Blauen Reiters Beachtung. Der Eigenständigkeit ihres umfangreichen Schaffens wird seit einigen Jahren auch verstärkt internationale Aufmerksamkeit zuteil.
Ausstellungsort
Sammlung Peter und Gudrun Selinka mit rund 200 Arbeiten aus dem Bereich des deutschen Expressionismus sowie die Gruppen COBRA und SPUR.
Ab 11.4.2026, im Haus
Sechs raumgreifende Arbeiten internationaler Künstler, die das Vergehen von Zeit sinnlich erlebbar machen.
Museum, Davos Platz
Ernst Ludwig Kirchner (1880-1938) lebte von 1917 bis zu seinem Tod in Davos. Sein Werk gilt als wegweisend im deutschen Expressionismus. Das Kirchner Museum beherbergt die weltweit umfangreichste Sammlung von Werken des Künstlers.
Bis 26.4.2026, Wiesbaden
Die Ausstellung reflektiert die bewegte Geschichte der in über einhundert Jahren aufgebauten „Abteilung Klassische Moderne” des Museums Wiesbaden.
Ab 26.4.2026, Emden
Die Ausstellung präsentiert die Sammlung des Hauses und macht anhand ausgewählter Werke zentrale Themen der Kunstgeschichte des vergangenen Jahrhunderts sichtbar.