Gelände

Gartenreich Dessau-Wörlitz

(Kulturstiftung Dessau-Wörlitz)

Dessau-Roßlau: Die einzigartige geschlossene Gartenlandschaft mit dem Park in Wörlitz und weiteren Landschaftsgärten in und um Dessau mit ihren Alleen, Deichwegen und Sichtachsen erhielt bereits von den Zeitgenossen den Namen „Gartenreich”.

Infolge seiner in England, Italien und Frankreich empfangenen künstlerischen Anregungen begann Fürst Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau bereits im Jahr 1765 sein Land durch gezielte Landschaftsgestaltungen aufzuwerten. Ausgangs- und Höhepunkt wurden der Park in Wörlitz als erster Landschaftsgarten Kontinentaleuropas, das Landhaus Wörlitz als erster klassizistischer Bau Deutschlands und das Gotische Haus, das heute zu den frühesten und besterhaltenen neogotischen Architekturen auf dem europäischen Konti­nent zählt.

In einem Zeitraum von über vierzig Jahren wurden weitere Landschaftsgärten in und um Dessau angelegt und optisch und gestalterisch miteinander vernetzt. Zu diesen zählen das ab 1780 entstandene Georgium, das Luisium und der „Waldpark” auf dem Sieglitzer Berg. Den Abschluss bildete der ab 1805 gestaltete Kühnauer Park. Auch die älteren Anlagen in Oranienbaum und Mosigkau wurden bewusst in das Gesamt­konzept mit­ein­be­zogen.

Zahlreiche Alleen, Deichwege und Sichtachsen, häufig mit Kleinarchitekturen und Plastiken aufgewertet, verbinden die Einzelgärten. Die selbst im europäischen Maßstab einzigartige geschlossene Gartenlandschaft erhielt bereits von den Zeitgenossen den Namen „Garten­reich”.

UNESCO-Welterbe

Heute ist eine Fläche von 142 qkm als Welterbe der UNESCO geschützt. Dieses Territorium erstreckt sich von Dessau-Mosigkau im Westen über die Anlagen in Oranienbaum und Wörlitz bis nach Rehsen im Osten.

Zoos/Gärten/Parks

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