Gaswerksmuseum Augsburg

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öffentl. Führung

Gas­werk für täglich von 50 000 m³ Stadt­gas, erbaut 1913 bis 1915.

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700 PS starke 6-Zylinder MAN „Ölmaschine” mit Generator Baujahr 1918
Gaswerksmuseum Augsburg :: Industrie
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Das Gaswerk wurde technisch für eine Tagesleistung von 50 000 m³ Stadtgas erbaut. Fast alle Gebäude aus der Bauzeit von 1913 bis 1915 stehen heute noch auf dem Gelände und haben auch den Zweiten Weltkrieg unbeschadet überstanden. In den 50er Jahren arbeiteten über 250 Personen im Gaswerk, das heute unter Denkmalschutz steht.

Die mit der werkseigenen Dampfspeicherlok angelieferte Kohle wurde im Kohlensilo zwischengespeichert. Vor der Verwendung wurden die verschiedenen Sorten gemahlen und gemischt. Die Kohle wurde dann in einen Gasofen gefüllt, in der sie unter Luftabschluss auf etwa 1 000 °C von außen erhitzt wurde. Nach etwa 20 Stunden konnte man das aus der Kohle entwichene Gas aus den Öfen mit einem Gassauger absaugen und abkühlen. Übrig blieb nun der glühende Koks, der sofort mit Wasser abgekühlt werden musste, damit er nicht verbrannte.

Das Rohgas enthielt noch einige Nebenprodukte, die in mehreren Stufen herausgefiltert bzw. herausgewaschen wurde. Dies waren hauptsächlich Teer, Ammoniak, Benzol, Naphtalin und Schwefel. Alle Nebenprodukte wurden weiterverkauft. Das nun von den Nebenprodukten gereinigte Gas wurde entweder bei Überproduktion in den Gasbehältern gespeichert oder sofort über den Stadtdruckregler in das Gasnetz eingespeist. Wurde weniger Gas erzeugt, als verbraucht wurde, musste man zusätzlich Gas aus den Gasbehältern entnehmen.