Gekauft – Getauscht – Geraubt?

Erwerbungen zwischen 1933 und 1945

Germanisches Nationalmuseum
26.10.2017-17.6.2018

Kartäusergasse 1
90402 Nürnberg

www.gnm.de

Di, Do-So+Ft 10-18 Uhr
Mi 10-21 Uhr

Die wenig­sten Ge­mälde und Skulp­turen wurden direkt für ein Museum ge­schaffen, in der Regel gibt es Vor­be­sitzer. Doch die Recher­chen sind kom­pli­ziert und die Handels­wege viel­fach nicht hin­reich­end doku­mentiert.

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Gekauft – Getauscht – Geraubt? :: Ausstellung
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Wem gehörten Kunstwerke früher? Ausstellungen zeigen Gemälde, Skulpturen und viele andere Objekte. Die wenigsten wurden direkt für ein Museum geschaffen, in der Regel gibt es Vorbesitzer: Kirchen, städtische Kommunen, Handwerkerzünfte, vielfach Privatbesitzer.

Eigentlich ist das Wissen um die Vorgeschichte ureigenste Aufgabe der Forschungsarbeit eines Museums. Doch die Recherchen sind kompliziert, Handelswege oft versteckt, vielfach nicht hinreichend dokumentiert. Die Erforschung der Provenienz eines Werks verlangt besondere Erfahrungen und Kenntnisse.

Insbesondere seit die Suche nach NS-verfolgungsbedingt entzogenem Kulturgut in Museen mit der Washingtoner Konferenz 1998 auf die Agenda rückte, erlebte die Provenienzforschung einen Aufschwung. Zwar hat das Germanische Nationalmuseum schon zuvor Bemühungen unternommen, neben der allgemeinen Provenienzforschung auch jene Eigentümer von Kunstwerken zu ermitteln, denen diese in der NS-Zeit gestohlen worden sind, doch erst mit der Förderung eines Forschungsprojekts durch die Stiftung Deutsches Zentrum Kulturgutverluste waren systematische Untersuchungen möglich.

Die Studioausstellung zeigt anhand neun exemplarisch ausgewählter Fallbeispiele die Beziehungen des Museums zum Kunsthandel, zu Sammlern sowie die Handlungsmöglichkeiten und -weisen der Akteure während des Nationalsozialismus.