Ausstellung 22.07.21 bis 09.01.22

Kulturhistorisches Museum

Gemeinsam stark?

Zittau und der Sechsstädtebund

Zittau, Kulturhistorisches Museum: Am 21. August 1346 tauschten in Löbau die Vertreter der königlichen Oberlausitzer Städte Bautzen, Görlitz, Kamenz, Lauban (Lubań), Löbau und Zittau gegenseitige Bündnisurkunden aus. Bis 9.1.22

Am 21. August 1346 tauschten in Löbau die Vertreter der königlichen Oberlausitzer Städte Bautzen, Görlitz, Kamenz, Lauban (Lubań), Löbau und Zittau gegenseitige Bündnisurkunden aus. Das war die Geburtsstunde des Oberlausitzer Sechsstädtebunds. Sein Ende fand der Zusammenschluss zum gegenseitigen Schutz erst 1815, als die nördlichen und östlichen Teile der Oberlausitz mit Görlitz und Lauban (Lubań) an Preußen gefallen waren.

Der Zusammenschluss der Städte erfolgte auf Geheiß des Oberlausitzer Landvogts, der den Landesherren, im konkreten Fall den böhmischen König und späteren Kaiser Karl IV. vertrat. Die besondere Situation in der Oberlausitz, wo es keinen Landesherren im Land gab, erforderte seitens der böhmischen Krone Maßnahmen zur Sicherung des Landfriedens. Den Städten oblag es, die Straßen zu schützen.

Neben der Wirkung nach außen hatte der Bund auch eine wichtige Funktion nach innen. In den Städten, vor allem in Bautzen, Görlitz und Zittau, gab es immer wieder Versuche der Handwerker und Zünfte, an der Macht der herrschenden Geschlechter teilzuhaben. Alle Versuche des Aufbegehrens unterdrückte der Bund notfalls auch mit militärischer Gewalt. Er hinderte die Städte aber nicht daran, selbst harte Auseinandersetzungen gegeneinander zu führen, wie den sogenannten Bierkrieg zwischen Zittau und Görlitz.

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