Ausstellung 12.05.20 bis 17.01.21

Staatliche Münzsammlung

Glänzende Propaganda

Die metallene Stimme des Papstes

München, Staatliche Münzsammlung: Die wichtigste Neuerung in der Geschichte der päpstlichen Medaillenproduktion fand unter Paul V. statt. Er institutionalisierte die Ausgabe einer Jahresmedaille (Medaglia annuale), die bis heute am Peter und Pauls-Tag, dem 29. Juni, verteilt wird. Bis 17.1.21

Die Ausstellung ist den Medaillen des Heiligen Stuhls gewidmet. Der Begriff Medaille kommt vom italienischen Wort medaglia, das sich von lateinisch metallum ableitet. Unter einer Medaille versteht man eine Schau- oder Denkmünze, die jedoch im Unterschied zum umlaufenden Münzgeld nicht als Zahlungsmittel, sondern als Erinnerungsstück dient. Die erste Medaille auf einen Papst wurde von Andrea Guazzalotti auf den Tod Nikolaus’ V. im Jahr 1455 geschaffen.

Die wichtigste Neuerung in der Geschichte der päpstlichen Medaillenproduktion fand unter Paul V. (1605-1621) statt. Er institutionalisierte die Ausgabe einer Jahresmedaille (Medaglia annuale), die bis heute am Peter und Pauls-Tag, dem 29. Juni, verteilt wird. In den metallenen Verlautbarungen dieser Schaustücke spiegelt sich wie in einem Brennglas das für den Heiligen Stuhl bedeutsamste Ereignis des jeweiligen Jahres wider. Ihr historischer Quellenwert ist dementsprechend hoch, wurde aber bislang kaum erforscht.

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