Museum

GoetheStadtMuseum

Ilmenau: Goethes Wirken im Amt Ilmenau. Regionalgeschichte, Glas, Porzellan, Spielzeug.

Das Museum ist Johann Wolfgang von Goethes Wirken im Amt Ilmenau gewidmet und verfügt über eine wertvolle Sammlung von Archivalien und Büchern zu Goethe und zum Ilmenauer Bergbau. Zum Sammlungsspektrum gehören auch kulturgeschichtliche und kunsthandwerkliche Objekte der Stadt wie Ilmenauer Porzellan, Glas und Spielzeug.

Johann Wolfgang von Goethe

Goethe weilte 26 Mal in Ilmenau: seine Tätigkeit als sachsen-weimarischer Staatsbeamter und Beauftragter für die Wiederbelebung des Ilmenauer Kupfer- und Silberbergbaus prägte nachhaltig sein Wirken. Auch die Neuordnung des Ilmenauer Steuerwesens gehörte zu seinen Amtsaufgaben.

Das Amtshaus (Sitz des heutigen Museums) zählt zu den geschichtlich und architektonisch bedeutsamsten Gebäuden der Stadt und bildet mit seinem barocken Äußeren den baulichen Höhepunkt innerhalb des Marktplatzensembles. Goethe nutzte die Räume in der ersten Etage als Dienstwohnung: eine besondere Seite seines Lebens. Später wurden die Räume dann (bis 1918) als herzogliches Wohnquartier genutzt.

Naturlyrik

Ein naturnah grün gestalteter Raum erzählt von den Streifzügen Goethes durch die Ilmenauer Natur, die ihn zu Poesie und Forschung anregte. Hinter einer beleuchteten Glasscheibe erscheint eine historische Fotografie der Originalschrift eines der schönsten deutschen Gedichte: „Wandrers Nachtlied” schrieb Goethe am Abend des 6. September 1780 mit Bleistift an die Bretterwand der Jagdaufseherhütte auf dem Kickelhahn.

Historischer Wohnraum

Das Mobiliar aus der Goethezeit lässt die Wohnatmosphäre eines Salons erlebbar werden. Zu den gesellschaftlichen Vergnügungen der Zeit gehörte das Kartenspiel L’Hombre, das an einem Spieltisch gespielt wurde. Das Tafelklavier zeugt von den musikalischen Genüssen. Die darauf befindlichen Noten stammen aus der Feder von Corona Schröter, einer von Goethe verehrten Sängerin, Schauspielerin und Komponistin. Sie vertonte Goethes Erlkönig und war Titelheldin bei der Uraufführung der Iphigenie 1779.

Zu den Raritäten der Ausstellung gehört auch ein Tischfeuerzeug mit elektrischer Zündung, erfunden um 1810.

Glasraum

Bekannt geworden ist Ilmenau durch seine technische Glasherstellung, insbesondere von Glasinstrumenten, die zeitweilig in 21 Länder exportiert wurden. Das Spektrum der gezeigten Gläser reicht von nicht entfärbtem Waldglas über Emailgläser, geschliffene Gläser, Thermogläser bis hin zu Glasinstrumenten.

Eine besondere Rarität stellt die in Lampenglastechnik hergestellte Glaskugel des Ilmenauer Künstlers Max Grimm dar. Sie zeigt die höfische Gesellschaft und Goethe als Rezitator auf dem Kickelhahn.

Porzellan

Unabhängig von der Erfindung des Porzellans in Meißen entwickelte sich in Ilmenau ab 1760 eine vielfältige merkantile Produktion von Porzellan, das auch von bürgerlichen Abnehmern zu günstigen Preisen erworben werden konnte.

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