Ausstellung 10.04. bis 26.06.22

Städtische Galerie Cordonhaus

Gruppe RADAMA 1959-1962

Erwin Eisch, Gretel Stadler, Max Strack

Cham, Städtische Galerie Cordonhaus: Weit über die Grenzen Bayerns hinaus bekannt wurde RADAMA durch die „Bolus Krim Gedächtnisausstellung” in der Münchner Galerie Malura im Januar 1961. Bis 26.6.22

Im Herbst 1959 gründeten der Maler und Glaskünstler Erwin Eisch (1927-2022), die Bildhauerin Gretel Stadler (*1937) und der Bildhauer Max Strack (*1934) die Gruppe RADAMA. Anders als die Künstlergruppe SPUR (1957-1965), zu deren Mitgliedern anfangs auch Erwin Eisch und Gretel Stadler zählten, wollten sie den Schwerpunkt auf die Bildhauerei legen.

Weit über die Grenzen Bayerns hinaus bekannt wurde RADAMA durch die „Bolus Krim Gedächtnisausstellung” in der Münchner Galerie Malura im Januar 1961. Die Ausstellung wurde zum „Skandal”, nachdem eine Journalistin aufdeckte, dass deren Protagonist Bolus Krim – sein tragisches Leben ebenso wie der frühe Tod des Genies – eine Erfindung der Künstlergruppe war. Ihr künstlerisches Anliegen ging dabei unter und wurde auch in der nachfolgenden Rezeption kaum zur Kenntnis genommen.

Die Ausstellung zeigt Malerei und Arbeiten auf Papier der Gruppe RADAMA, Glasobjekte von Erwin Eisch, Bildhauerarbeiten in Holz, Ton, Blei und Bronze von Gretel Stadler, Steinskulpturen und Bronzeunikate von Max Strack ebenso wie zahlreiche Dokumente. Schwarz-Weiß-Fotografien der Ausstellungen von 1961 ermöglichen es, die Installationen teilweise mit Möbeln und Gebrauchsgegenständen räumlich nachzuempfinden.

Die Inszenierung der Objekte entsprechend der Praxis von RADAMA macht die innovativen Strategien der Künstlergruppe und ihr Wirken für heutige Betrachter nachvollziehbar.

Gezeigt werden überwiegend Kunstwerke der 2019 erfolgten RADAMA-Schenkung von Gretel und Erwin Eisch aus Frauenau an die Lothar & Christel Fischer Stiftung und somit an das Museum Lothar Fischer i.d.OPf. Weitere Leihgaben aus Privatbesitz und von Museen ergänzen die Schau.

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