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2.2.2022
Holcová, Her Presence zu „Gulliver’s Sketchbook”, DE-40221 Düsseldorf
Veronika Holcová, Her Presence (Ausschnitt), 2019
Courtesy Monika Schnetkamp Collection, Foto: Eric Tschernow

Ausstellung 11.03. bis 26.06.22

Gulliver’s Sketchbook

KAI 10 - Raum für Kunst

Kaistraße 10
DE-40221 Düsseldorf
Nicht mehr besuchbar:
Ausstellungsende erreicht.

Die Gruppenausstellung nimmt die Besucher mit auf eine imaginäre Reise, die der Neugier und der Fantasie des Zeichenstifts folgt. Dieser dringt in mikroskopische Welten ein oder zeichnet das Körperinnere nach, verfolgt minutiös die Oberflächen kleiner oder größerer Gegenstände und nimmt es sogar mit den Dimensionen des Weltalls auf.

Sich auf den 1726 erschienenen Roman Gulliver’s Travels von Jonathan Swift beziehend, wird ein Bogen vom zeichnerischen Festhalten der Außenwelt über filigrane geometrische Konstruktionen oder Spuren und Abdrücke des Körpers bis hin zum freien und spielerischen Entwurf surrealer Szenarien und Welten gespannt. Die Ausstellung rückt dabei insbesondere in den Fokus, wie sich die körperliche Aktivität des Zeichnens zu physisch vorhandenen oder imaginierten Größendimensionen verhält, auch mit einem Blick auf kulturhistorische Veränderungen.

Ohne die zeichnende Hand war es bis ins 19. Jahrhundert hinein nicht möglich, die Eindrücke und Beobachtungen, die man auf Reisen und anderswo machte, bildlich festzuhalten. Inzwischen reicht dafür der Auslöser einer Kamera, oft nur noch der des Smartphones. Doch einfach einen Stift in die Hand zu nehmen und etwas aufs Papier zu bringen, auch als Koordination von Auge, Körper und Hand, hat trotz aller technischer Aufrüstungen als unhintergehbarer Ursprung des Zeichnens seine Faszinationskraft nicht verloren.

Gulliver’s Sketchbook macht dies an exemplarischen Beispielen deutlich und führt die Vielfalt des Zeichnens in der heutigen Kunst vor Augen. Größenverhältnisse stellen sich dabei heute in der globalisierten und vernetzten Welt anders dar als im 18. Jahrhundert. Reale Maßstäbe scheinen angesichts all dessen, was virtuell simuliert und in Echtzeit um die Welt gesendet werden kann, immer unwichtiger geworden zu sein. Und das Entwerfen virtueller Objekte oder Räume findet meist jenseits des Maßstabes statt, den der eigene Körper bildet. Dieser bleibt jedoch stets präsent, wenn unmittelbar auf Papier oder einem anderen Material gezeichnet wird. So ist das Zeichnen auch ein bewusster Verzicht auf technischen Aufwand und seine zeitliche Dauer wird zum Innehalten im Fluss der ständig auf uns einprasselnden Bilder.

Schließlich stellt die Ausstellung auch die Frage danach, wie der Zeichenprozess zum Mittel der zwischenmenschlichen Kommunikation werden kann, auch über Distanzen hinweg.

POI

Ausstellungsort

KAI 10 - Raum für Kunst

Aus­stel­lun­gen mit junger, inter­natio­naler Kunst, in einem ehe­ma­ligen Spei­cher des Düssel­dorfer Medien­Hafens.

Bis 6.9.2026, im Haus

Uncertain Maps

Wenn Künstler ein Terrain sondieren, sei es ein reales oder der Fantasie ent­sprun­ge­nes, führen ihre Kartie­rungen uns auf Wege, die in keinem gewöhn­lichen Atlas zu finden sind.

Bis 9.8.2026, Düsseldorf

Jazz: Düssel­dorf/Palermo

Nach dem Ende von Krieg und Nazi­diktatur wurde der Jazz zum hör­baren Zeichen von Befreiung und Neu­anfang.

Bis 9.8.2026, Düsseldorf

Monet – Cézanne – Matisse

Trotz vieler Kriegs­verluste konnte Gersten­bergs Tochter Marga­rethe Scharf den Großteil der Samm­lung retten und an die beiden Söhne Walther und Dieter Scharf vererben.

Ab 9.9.2026, Düsseldorf

Jörg Immen­dorff

Die rund 100 aus­ge­stellten Exponate umfassen groß­formatige Gemälde­serien, Holz- und Bronze­skulpturen sowie noch nie gezeigte Zeich­nungen und Archiv­material.

Ab 10.9.2026, Düsseldorf

Niki De Saint Phalle. Dream Machine

Die Aus­stellung stellt Niki de Saint Phalle ausge­wähl­ten Arbeiten ihrer Zeit­genossen gegen­über.

Bis 30.8.2026, Düsseldorf

Andrzej Wajda. Exhi­bition

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