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10.4.2024
Schmidt-Rottluff, Hanna Bekker vom Rath zu „Hanna Bekker vom Rath”, DE-14195 Berlin
Karl Schmidt-Rottluff, Bildnis Hanna Bekker vom Rath, 1952, Öl auf Leinwand
Foto: Museum Wiesbaden / Bernd Fickert © VG Bild-Kunst, Bonn 2023

Ausstellung 24.02. bis 16.06.24

Hanna Bekker vom Rath

Eine Aufständische für die Moderne

Brücke-Museum

Bussardsteig 9
DE-14195 Berlin
Ganzjährig:
Mo, Mi-So+Ft 11-17 Uhr

Die Ausstellung würdigt eine wichtige Wegbereiterin der modernen Kunst: in einer Zeit geboren und aufgewachsen, in der Frauen kein Wahlrecht hatten und nur mit Erlaubnis ihrer Ehemänner arbeiten durften, führte Hanna Bekker vom Rath (1893-1983) ein selbstbestimmtes und emanzipiertes Leben. Aus wohlhabenden Elternhaus stammend, engagierte sie sich als leidenschaftliche Sammlerin, mutige Ausstellungsmacherin und begeisterte Vermittlerin und Händlerin unermüdlich für die Kunst und Künstler der Moderne.

Mit einigen von ihnen – allen voran dem Künstler und Initiator des Brücke-Museums Karl Schmidt-Rottluff – verbanden sie lebenslange Freundschaften. Bekker vom Rath unterstützte ihn und andere Künstlerfreunde wie Alexej von Jawlensky, Ida Kerkovius oder Emy Roeder durch Ankäufe und die Vermittlung von Werken. Zudem bot sie ihnen im Blauen Haus, ihrem Domizil in Hofheim am Taunus, Unterschlupf und Raum zum Arbeiten. Vor allem während des Nationalsozialismus verdeutlicht dies ihr unerschrockenes Engagement. In dieser schwierigen Zeit zeigte sich ihr besonderer Mut auch in einer Reihe von „heimlichen” Ausstellungen mit Werken von durch die Nationalsozialisten diskreditierten Künstler, welche sie in ihrer Berliner Privatwohnung organisierte.

Auch nach dem Zweiten Weltkrieg setzte sie ihr großes Engagement für die Kunst und Künstler fort, so in ihrer 1947 gegründeten Galerie „Frankfurter Kunstkabinett Hanna Bekker vom Rath”, die schnell zu einem Treffpunkt für die künstlerische Avantgarde wurde, oder auf ihren zahlreichen internationalen Ausstellungsreisen. Diese führten sie von 1952 bis 1967 durch fünf Kontinente.

POI

Ausstellungsort

Brücke-Museum

Aus­schließ­lich den Wer­ken der Künst­ler­gruppe „Brücke” ge­wid­me­tes Museum. Diese wurde 1905 in Dres­den ge­grün­det und bildete die erste avant­gar­di­sti­sche Gruppe der Kunst des 20. Jahr­hun­derts in Deutsch­land.

Stichwort

Ernst Ludwig Kirchner

Museum, Berlin

Bern­hard-Heiliger-Skulp­turen­garten

Ehe­ma­liges Ate­lier samt dazu­ge­höri­gem Wald­grund­stück Bern­hard Heili­gers. Zahl­reiche Werke aus dem Nach­lass des Künst­lers.

Museum, Berlin

Kunst­haus Dahlem

Histo­ri­sches Gebäude. Deutsche Nach­kriegs­moderne in Ost und West. Plasti­sche Kunst, ergänzt durch Malerei, grafische Arbeiten sowie Fotografie, insbe­sondere der Jahre 1945 bis 1961.

Museum, Berlin

Alliierten­museum Outpost

Ge­schich­te der West­alli­ierten und ihrer Prä­senz in Berlin von 1945 bis 1994. Mili­tä­ri­sche Groß­objekte.

Museum, Berlin

Frei­licht­museum Domäne Dahlem

Ehe­mali­ges Ritter­gut. Agrar- und Er­näh­rungs­ge­schich­te in Berlin und Bran­den­burg: Land­wirt­schaft, dörf­liche Ent­wick­lung und Er­näh­rung sowie Heimat­ge­schichte Dahlems. Werde­gang der Lebens­mittel vom Acker bis zur Ein­kaufs­tasche.

Bis 29.9.2024, Berlin

Picasso

Verantw. gem. §55 Abs 2 RStV:
Rainer Göttlinger
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