Exponat
Das Bildnis im österreichischen Stil 19. Jahrhunderts entstand um 1871, drei Jahre nach der Eheschließung und zwei Jahre vor dem frühen Tod der Dargestellten. Es zählt zu einer kleinen Gruppe privater Bildnisse.
Der herausfordernde Blick der Münchner Metzgerstochter Amalie Roithmayr (1846-1873) signalisiert, ebenso wie ihre Haltung, Selbstbewusstsein. An der Seite ihres Mannes, der wie kein Künstler vor und nach ihm die Kunst und Kultur seiner Epoche als „Makart-Zeit” prägte, stieg sie in die höchsten Kreise der Wiener Gesellschaft auf.
Der besondere Reiz des Porträts liegt in seiner lebendigen Ausdruckskraft. Dazu trägt die feine Ausarbeitung des Kopfes im Gegensatz zu der skizzenhaften Darstellung anderer Körperpartien bei. Unterschiedliche, abrupt wechselnde Malweisen und der Charakter des Nonfinito bewirken eine beeindruckende Präsenz. Dagegen setzte er Partien wie Kleid, Kragen, Hut mit Schleier sowie die nur flüchtig angedeuteten Hände in skizzenhaft pastoser Pinselschrift und bewirkt dadurch wirkungsvolle Kontraste.
Makart hat seine Amalie häufig als Modell für seine repräsentativen Gemälde herangezogen. Ihr Porträt behielt er bis zu seinem eigenen Lebensende in seinem Atelier.
In der Bestseller-Liste der Salzburger Residenzgalerie erreichte es den dritten Platz der Rubrik Porträtmalerei, nach Rembrandt und Rubens.
Standort
Europäische Malerei des 16. bis 19. Jahrhunderts. Schwerpunkte: Niederländische Malerei des 17. Jahrhunderts (Rembrandt, Rubens, Brueghel), italienische, französische und österreichische Malerei des 17. und 18. Jahrhunderts, österreichische Meisterwerke.
Museum, Wien
Mitten im ehemaligen kaiserlichen Jagdgebiet des "Lainzer Tiergartens" im Südwesten Wiens gelegene, 1882 bis 1886 im Auftrag Kaiser Franz Josephs errichtete und als Jagdhaus geplante Villa.
Museum, Wien
Meisterwerke des Wiener Secessionismus, der Wiener Moderne und des österreichischen Expressionismus. Weltweit größte Egon-Schiele-Sammlung.
Museum, Salzburg
Museum, Salzburg
Bel Etage des ehemaligen Repräsentationsgebäudes der Salzburger Fürsterzbischöfe mit 15 Prunkräumen. Schatzkammer, Kunsthalle, Panorama Passage, Gottfried-Salzmann-Saal und Glockenspiel. Mythos Salzburg.