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19.7.2016
Außenansicht mit Geranien zu „Ludwig-Doerfler-Galerie (Museum)”, DE-91583 Schillingsfürst
Selbstporträt mit Pfeife zu „Ludwig-Doerfler-Galerie (Museum)”, DE-91583 Schillingsfürst
Ludwig Doerfler, Selbstporträt
Foto: Ludwig-Doerfler-Galerie
Gartenszene zu „Ludwig-Doerfler-Galerie (Museum)”, DE-91583 Schillingsfürst
Badende zu „Ludwig-Doerfler-Galerie (Museum)”, DE-91583 Schillingsfürst
Trachtenstickerei zu „Ludwig-Doerfler-Galerie (Museum)”, DE-91583 Schillingsfürst
Haitzinger zu „Ludwig-Doerfler-Galerie (Museum)”, DE-91583 Schillingsfürst

Museum

Ludwig-Doerfler-Galerie

und Haus der Heimat

Jan bis Dez:
Mi-So+Ft 12-18 Uhr

Das ehemalige Amtsgerichtsgebäude im klassizistischen Baustil, ein Ensemble mit Garten, Gartenhaus und einem kleinen Teil des ehemaligen Hoftheaters, zeigt Gemälde, Zeichnungen, Aquarelle, Skizzen und gesammelte Raritäten des Stifters des Malers Ludwig Doerfler, dazu erlesene und wertvolle Exponate zur Geschichte Schillingsfürsts und Umgebung aus der Sammlung Baumann sowie einige Ehrenzimmer.

Ludwig Doerfler

Neben dem Dienst in der Bayerischen Landespolizei in München besuchte der begabte junge Ludwig Doerfler (1905-1992) fast 10 Jahre lang eine private Malschule in Schwabing, studierte dann 12 Semester an der Akademie der Bildenden Künste in München und räumte allerlei Preise und Stipendien ab. Doch dann begann der Krieg. Sein Atelier, seine Radier-Werkstatt und viele seiner Bilder wurden zerstört.

Dem Neuanfang in seinem Heimatort Schillingsfürst – ein kleines Haus mit Atelier im Dach und herrlichem Ausblick – folgten ausgedehnte Reisen nach Venedig, Südtirol, Spanien und Frankreich. 1974 schließlich kaufte Doerfler das ehemalige Amtsgerichtsgebäude: das heutige Museum, das als Stiftung den gesamten künstlerischen Nachlass sowie von ihm gesammelte antike Möbel, Teppiche, Textilien und Trachten bewahrt und ausstellt.

Der Nachlass des „Frankenmalers”, ein Querschnitt aus über 60 Jahren seines Schaffens, umfasst insgesamt über 2.200 Bilder, von der kleinsten Skizze, die Ludwig Doerfler mit „Südzucker-Papier” auf die Rückseiten von Briefen oder Wahlplakaten zeichnete, bis zum großen Tafelbild. Alle Maltechniken sind vertreten: Öl auf Leinwand, Papier, Holz oder Karton; Aquarelle, Bleistift-, Tuschezeichnungen, Radierungen und Tempera-Bilder.

Geschichte Schillingsfürsts

Als „Haus der Heimat” stellt das Museum aber auch die musealen Teppiche, Schränke, Truhen, Tische, Stühle, Töpferwaren und Trachten aus, die Ludwig Doerfler gesammelt hat, ergänzt um weitere Möbel und Textilien, Zinn- und Steinzeug, Glasgegenstände, sog. „Feierabendziegel”, Pfeifen, Feuerwaffen und vieles mehr, die der leidenschaftliche Sammler und Mäzen Hermann Baumann (1928-2015) zusammengetragen hat: seltene Pretiosen, fast immer mit historischem Bezug zu Schillingsfürst und Umgebung.

Eine große Bereicherung für das Haus der Heimat ist auch die Schmiede im Gartenhaus.

Waltraud Beck

Die Malerin Waltraut Beck (1928-2017), deren Anliegen es war, die Frau in der Geschichte sichtbar zu machen, und die dabei auf die Anfänge der Menschheit zurückging, archaische Frauenbilder und -figuren neu interpretierte, übergab einen großen Teil ihrer einzigartigen Serien, Zyklen und Objekte der Ludwig-Doerfler-Galerie als Schenkung.

Gerda Sattler

Die Kunstwerke der international bekannte Malerin (1938-2001) und vor allem „Pferdemalerin” wurden in Einzelaustellungen auf der ganzen Welt ausgestellt. Die Stiftung umfaßt über 70 Gemälde von Pferden, Landschaften und figürlichen Kompositionen.

Horst Haitzinger

Der 1939 geborene ehemalige Studienkollege Ludwig Doerflers ist seit mehr als fünfzig Jahren einer der führenden deutschen Karikaturisten und ein präziser Beobachter des politischen Geschehens. Sein Weitblick und seine spezielle Art, das jeweilige Motiv „auf den Punkt” zu treffen, gräbt sich nachhaltiger im Gedächtnis ein als so mancher Leitartikel. Die im Museum ausgestellten Zeichnungen, Aquarelle und Karikaturen zeigen ihn als Künstler, Maler und auch Propheten.

Bernhard Heisig

Der Maler und Grafiker, Professor und Übervater der Leipziger Schule (1925-2011) gilt als einer der wichtigsten Vertreter der DDR-Kunst. Neben einer Reihe von Porträts sind Heisigs malerische Kreidelithographien, Themen aus einer langen Serie von grauenvollen Kriegsthemen, die Serie „Der faschistische Alptraum”, Illustrationen zu Faust und Theodor Fontane sowie Gemeinschafts-Ölgemälde mit Ehefrau Gudrun Brüne-Heisig zu sehen.

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