How much of this is fiction

Haus der elektronischen Künste
23.3.-21.5.2017

Freilager-Platz 9
4142 Münchenstein

www.hek.ch
www.hek.ch/programm/e...-this-is-fiction.html

Mi-So 12-18 Uhr

Die Gruppen­aus­stel­lung widmet sich kriti­schen künst­le­ri­schen Prak­tiken, die sich an der Schnitt­stelle von Politik, Kunst, Theorie, Akti­vis­mus und Medien be­wegen.

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    Morehshin/Allahyari, Material-Speculation-ISIS, (2015-2016)
    How much of this is fiction :: Ausstellung
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    Die Ausstellung How much of this is fiction. widmet sich politisch inspirierter Medienkunst, die Täuschung in all ihren Formen nutzt. Sie zeigt den Künstler als Trickster, der durch Tricks, Hacks und Falschmeldungen das verborgene Funktionieren der Machtstrukturen und die Möglichkeit einer alternativen Zukunft aufzudecken. Im Zentrum von How much of this is fiction. steht der Wunsch, eines der dringendsten politischen Themen unserer Zeit anzusprechen: eine radikale Verschiebung der Grenzen zwischen Fiktion und Wirklichkeit im öffentlichen Diskurs, in einer Welt, die zunehmend von der „post-truth”-Politik geleitet wird.

    How much of this is fiction. ist eine sehr zeitgemässe Reflexion über die Natur der Wahrheit in einer Zeit, die von gefälschten Nachrichten, Fehlinformationen und taktischer Propaganda bestimmt ist. Die Ausstellung hat auch einen historischer Hintergrund. Viele der Medieninterventionen, die präsentiert werden, sind zu einem gewissen Grad Vermächtnisse der sogenannten „Taktischen Medien”, eine kulturelle und politische Bewegung, die in den späten 1990er-Jahren eine kurzfristige Blütezeit erlebte. Tactical Media vereinten die Macht der Kunst mit den PR-Tricks der Werbewelt und kombinierten diese mit einem experimentellen Zugang durch die digitalen Medien, um ihre überraschenden Interventionen in der Mediensphäre zu platzieren.

    Die Ausstellung zeigt das Vermächtnis dieser DIY-Medienbewegung in unserer Zeit. Seien es Trumps Mitternachts-Tweets oder die Entlarvung der Totalität des Überwachungsstaates durch Edward Snowdens Aktionen und den von Wikileaks enthüllten Informationen - es ist klar, dass die kritische Rolle der „do it yourself”-Medienpolitik heute ebenso wichtig ist wie je zuvor.