Identitäten. Wald-Bilder

Museum Fürstenfeldbruck
17.5.-14.10.2018

Fürstenfeld 6b
82256 Fürstenfeldbruck

www.museumffb.de

Di-Sa 13-17 Uhr
So+Ft 11-17 Uhr

Ins­be­son­dere Wald­land­schaften und auch ein­zelne Bäume wurden seit der Zeit der Ro­man­tik um 1800 mit deut­scher Kultur und Wesens­art gleich­gesetzt.

    Bild
    Fritz von Uhde, Flucht nach Ägypten, 1890, Gemäldegalerie Dachau
    Identitäten. Wald-Bilder :: Ausstellung
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    Der wilde Wald, der als Versteck dient, kann eine Metapher für Freiheit und Widerstand sein. Im Märchenwald steht der Wald für Ängste, aber auch für Mut. Die Waldeinsamkeit ist ein Symbol für Abkehr vom weltlichen Getriebe. Im Baumporträt gewinnen die alte, knorrige Eiche und die windgebeugte Birke menschliche Eigenschaften.

    Landschaft in der Malerei ist oft identifizierbar, doch nie identisch mit der vorgestellten Natur- oder Kulturlandschaft. Landschaftsbilder transportieren Vorstellungen und Befindlichkeiten, die mit der dargestellten Natur wenig zu tun haben. Insbesondere Waldlandschaften und auch einzelne Bäume wurden seit der Zeit der Romantik um 1800 mit deutscher Kultur und Wesensart gleichgesetzt, eine Grundstimmung, die bis heute zum Ausdruck kommt. Das Motiv des „marschierenden” deutschen Waldes, der für militärische Wehhaftigkeit stehen soll, findet man in Gemälden der Romantik, ebenso wie auf Propagandabildern des Ersten und Zweiten Weltkrieges.

    Die Ausstellung mit Gemälden, Grafik und Fotografie aus eigenen Beständen, Privatsammlungen und Museen führt die Vielfalt der Wald- und Baummetaphorik vor Augen und spürt der Herkunft der Vorstellungen nach.